Amazon-Effekt: DHL wird schwächer wachsen als Gesamtmarkt


Der Branchenverband BIEK geht in der aktuellen KEP-Studie davon aus, dass bis 2025 pro Jahr ca. 7% mehr Pakete transportiert werden als im Vorjahr. Mitglieder des BIEK sind Wettbewerber von DHL wie z.B. Hermes, DPD, UPS und GLS.

DHL rechnet damit, derart hohe Wachstumsraten beim innerdeutschen Paketgeschäft nicht zu erreichen. In einer Stellungnahme gegenüber der Bundesnetzagentur erklärte die Deutsche Post AG ("Betroffene"), dass die Prognose des BIEK oberhalb der eigenen Einschätzung liege.

Grund: Amazon stellt immer mehr Lieferungen mit eigenen Kurieren bzw. eigenen Subunternehmern zu. Klassische Paketdienste wie DHL benötigt Amazon in immer weniger Regionen oder nur noch für Expresslieferungen.

Im Dokument der Bundesnetzagentur heißt es, DHL werde ein geringeres Wachstum aufweisen, weil "die Sendungsmengen bei der Betroffenen aufgrund des fortschreitenden Netzausbaus von Amazon nicht in dem Umfang wachsen wie der Gesamtmarkt für Standardpaketsendungen". In der "Gesamtschau" sei für DHL ein Marktanteilsverlust zu prognostizieren.

Quelle: Amtsblatt Bundesnetzagentur, PDF


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