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Klaus Zumwinkel bleibt Präsident: Deutsche Post Stiftung richtet sich neu aus

© Deutsche Post AG
Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel

Die frühere Deutsche Post Stiftung hat sich neu aufgestellt. Sie firmiert inzwischen als Stiftung Globale Nachhaltigkeit (SGN) und konzentriert sich auf Klima, Natur und Nachhaltigkeit. Präsident bleibt Klaus Zumwinkel, der frühere Vorstandschef der Deutschen Post AG.

Ab 1990 führte Zumwinkel den damaligen Post-Konzern mehr als 18 Jahre lang und prägte den Umbau der früheren Bundespost zum heutigen internationalen Logistikkonzern DHL Group. Die Deutsche Post Stiftung selbst wurde 1996 gegründet. Nach eigener Darstellung sah sich die Deutsche Post AG damals als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands in besonderer gesellschaftlicher Verantwortung. Die Stiftung sollte einen wissenschaftlichen Beitrag zur Lösung von Arbeitsmarktproblemen leisten.

Aus dieser Idee entstand 1998 das Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA). Es entwickelte sich zu einem international bekannten Institut für Arbeitsmarktforschung und baute ein weltweites Netzwerk mit rund 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf. Im Jahr 2022 stoppte die Deutsche Post AG die Finanzierung der Stiftung.

Ende 2025 wurde das IZA in Bonn schließlich aufgelöst. Die Stiftung begründet den Schritt mit ihrer strategischen Neuausrichtung. Künftig wolle sie keine eigenen Forschungsinstitute mehr betreiben, sondern als Förderstiftung externe Projekte und Organisationen unterstützen.

Unter dem neuen Namen Stiftung Globale Nachhaltigkeit sollen Fördermittel nun ausschließlich für die Transformation zu einer nachhaltigen Weltwirtschaft einsetzen. Kritik gab es trotzdem. Der Bonner General-Anzeiger berichtete im März 2025 von Empörung und Enttäuschung in der Wissenschaft. Laut Bericht sahen internationale Forscherinnen und Forscher in der Abwicklung des IZA einen großen Verlust für die Arbeitsmarktforschung.

Zudem bleibt eine Finanzierungsfrage offen: Die Deutsche Post Stiftung soll laut Zeitungsbericht über die Jahre einen dreistelligen Millionenbetrag investiert haben. Unklar blieb laut General-Anzeiger, warum daraus kein ausreichend großes Stiftungsvermögen entstand, um das IZA dauerhaft weiterzuführen.

Quellen: sgn-foundation.org | iza.org | aktive-buergerschaft.de


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