Testsendung zur Qualitätsprüfung der Post in Stuttgart aufgetaucht

Die Stuttgarter Zeitung berichtet über eine herrenlose Warensendung vor einem Mehrfamilienhaus im Stadtbezirk Möhringen. Als Empfänger soll der Name Pappschachtel angegeben sein. Absender sei eine GmbH mit fünf Buchstaben mit einer Postfachanschrift in München. Informationen von Paketda zufolge handelt es sich dabei um die DPIHS GmbH, die "Deutsche Post InHaus Services GmbH".

Der Redakteur der Stuttgarter Zeitung schreibt nicht, wer die Warensendung geöffnet hat. Dem Redakteur liegt der Inhalt jedoch vor (Foto siehe Artikel). Es handelt sich bloß um Verpackungschips und einen Begleitbrief, der aussieht, als sei er "irgendwie billig aus einem Fax kopiert".

Der Paketda-Redaktion liegt der Wortlaut des Begleitschreibens vor:

Betreff: Testsendung zur Qualitätsprüfung

Sehr geehrter Empfänger,

dies ist ein Testbrief, der im Rahmen einer kontinuierlichen Qualitätsprüfung zur Sicherstellung einer korrekten Bearbeitung versendet wurde. Dieser Testbrief sollte NICHT bei Ihnen zugestellt werden, da der auf der Sendung angegebene Empfänger nach unserer Kenntnis nicht unter der Adesse wohnhaft ist.

Sie können die Sendung daher einfach vernichten. Wir entschuldigen uns, wenn dieser Testbrief Sie gestört haben sollten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Post AG


Die Stuttgarter Zeitung erkundigte sich bei der Deutschen Post nach dem Einsatzzweck solcher Testsendungen. Pressesprecher Hugo Gimber sagte, damit werde überprüft, "ob die Vorgaben für Laufzeit und Zustellung eingehalten werden." In dem konkreten Fall soll angeblich die Versandart Warenpost getestet worden sein.

Pikant: Aufgrund des erfundenen Empfängernamens "Pappschachtel" hätte der Zusteller den Karton gar nicht zustellen können und auch nicht vor dem Haus ablegen dürfen. Ein Briefkasteneinwurf schied mangels "Pappkasten"-Briefkasten und der Kartongröße ebenfalls aus.

Der Zeitungsredakteur kommt zu dem Fazit, dass die Testsendung "Sprengstoff für den Postboten" sei, weil er offenkundig falsch gearbeitet hat. Mit der Testsendung ist ihm die Deutsche Post auf die Schliche gekommen.


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