Corona: Sinkende Paketmengen, weil Firmenpakete fehlen

Anlieferung von B2B-Paketen

Sowohl DPD Deutschland als auch die Österreichische Post melden sinkende Paketmengen. Um die Corona-Ausbreitung einzudämmen, mussten die meisten Unternehmen schließen und die Wirtschaft wurde "heruntergefahren". Dadurch schicken sich Firmenkunden gegenseitig weniger Pakete zu.

Die Anzahl der Privatkunden-Pakete steigt zwar, weil die Menschen zu Hause bleiben und viele Dinge online kaufen. Aber in Summe können die vermehrten Lieferungen an Privatkunden die Rückgänge bei Firmenpaketen nicht kompensieren.

DPD-Chef Eric Malitzke sagte zu heise.de: "Die weitere Entwicklung lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös vorhersagen."

Die Österreichische Post zieht in einer Pressemitteilung folgendes Fazit:

Das Privatkunden-Paketaufkommen (B2C) in Österreich verzeichnet positive Impulse in der Nachfrage aber auch negative Impulse durch die mangelnde Verfügbarkeit von Produkten. Bei Businesspaketen (B2B) hingegen ist aktuell mit einer negativen Volumenentwicklung zu rechnen.

Die Österreichische Post rechnet außerdem mit Rückgängen bei Werbesendungen. Die Post will deshalb Kosten einsparen und beabsichtigt für einige Mitarbeiter "partielle Kurzarbeit und Urlaubsabbau".

Ein Pressesprecher von Deutsche Post DHL konnte laut heise.de bislang keine allgemein sinkenden Paketmengen bestätigen sondern nur "deutliche Veränderungen bei einzelnen Kunden".

Paketdienste mit einem hohen Anteil Privatkunden-Pakete, wie DHL und Hermes, können den B2B-Mengenrückgang sicherlich besser abfedern als auf Firmenkunden spezialisierte Paketdienste (wie GLS und UPS).


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