Corona: Auswirkungen auf internationale Logistik


Spanien: Post arbeitet nur noch im Mindestbetrieb

Die spanische Postgesellschaft Correos erbringt auf Anweisung der Regierung nur noch den Universalpostdienst, also die Mindestversorgung mit Postservices und Zahlungsverkehr. Die Öffnungszeiten von Postämtern wurden landesweit auf 09:30 bis 12:30 Uhr beschränkt.

Die Mitarbeiteranzahl, die im Gesamtkonzern bei ca. 53.000 liegt, wurde Mitte März auf 11.640 Personen reduziert (ca. 22% der Belegschaft). Inzwischen sind es 13.409 Mitarbeiter. Einige Correos-Mitarbeiter beteiligen sich außerdem an einer Initiative, um von Restaurants spendierte Mahlzeiten an die Belegschaft von Krankenhäusern auszuliefern.

Quelle: Correos Pressemitteilungen



Schweiz: Mengenkontingente für große Onlinehändler

Laut NZZ steigt "die Menge an versendeten Päckli weiter massiv an". Die Schweizerische Post will einigen Onlinehändlern deshalb Höchstmengen vorschreiben. So soll verhindert werden, dass Sortierzentren und Zusteller überlastet werden. Angeblich nutzt die Schweizerische Post sogar Briefzentren, um dort manuell Pakete zu sortieren.

Die 100 größten Firmenkunden der Schweizerischen Post erhalten deshalb ein Mengenkontingent. Die Höchstmenge wird anhand der durchschnittlichen Paketmenge vor der Corona-Krise und in der Corona-Krise berechnet. Die NZZ erklärt: "Hat zum Beispiel ein Unternehmen vor der Corona-Krise wöchentlich 8000 Pakete eingeliefert und danach 10.000, soll sein Kontingent künftig 9000 Pakete betragen."

Quelle: www.nzz.ch



Airline-Status online einsehbar

Der internationale Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) veröffentlicht unter www.tact-online.org den Betriebsstatus nahezu aller Airlines. Lufthansa Cargo plant vermehrte Flüge nach Shanghai und Peking. Die DHL-Fluglinie Aerologic meldet Frachtflüge von Indien nach Europa (Passagierflüge wurden von der indischen Regierung verboten).

Laut IATA wurden bis Ende Juni schon mehr als eine Million Passagierflüge gestrichen, wodurch erheblich weniger Kapazität für mitfliegende Fracht zur Verfügung steht.

Laut Weltpostverein wird ein Großteil der internationalen Post normalerweise in Passagiermaschinen transportiert. Ein Umstieg auf Frachtflüge sei nicht einfach zu bewerkstelligen. Abdelilah Bousseta, Director of Operations beim Weltpostverein, unterstützt deshalb eine IATA-Forderung an Regierungen, den bürokratischen Aufwand für Frachtflüge zu reduzieren.

Quelle: www.tact-online.org



Italien: Filialen öffnen nur eingeschränkt

Die italienische Post hat die Filialöffnungszeiten seit Ende März eingeschränkt. Postämter in Orten mit bis zu 25.000 Einwohnern öffnen nur noch von 8:20 bis 13:35 Uhr und nur noch an drei Tagen pro Woche. In Orten mit bis zu 150.000 Einwohnern werden Postfilialen vormittags an 6 Tagen geöffnet. Und nur in Orten mit mehr als 150.000 Einwohnern gibt es Filialen mit Nachmittagsöffnung (Quelle: www.money.it)



UPS Express dauert länger und Geld-zurück-Garantie entfällt

UPS teilt mit, dass die Geld-zurück-Garantie für verspätete Expresspakete seit dem 26. März weltweit nicht mehr gilt.

Außerdem wird die Versandart "UPS Express 12 Uhr" auf die Zustellung bis 14 Uhr verlängert. Die Versandart "UPS Express 10:30 Uhr" wird auf eine Zustellung bis 12 Uhr verlängert.

Durch die Maßnahmen verlieren UPS-Kunden Planungssicherheit, denn praktisch gesehen kann UPS ein 12-Uhr-Paket auch erst um 18 Uhr ausliefern, ohne dafür haften zu müssen (keine Geld-zurück-Garantie).

Unverändert bleiben nur die Versandarten "UPS Express Saver" mit Zustellung bis Tagesende sowie "UPS Express Plus" mit Zustellung bis 9 Uhr morgens. "UPS Express Plus" kostet allerdings einen extremen Aufpreis. Laut Angebotsrechner unter ups.de kostet ein 3kg-Paket mit 9-Uhr-Zustellung ca. 80 Euro Porto, während ein 12-Uhr-Paket nur rund 20 Euro kostet.

Quelle: UPS-Website



Infos zu Auslandssendungen von DHL und DHL Express

Weil es nahezu keine internationalen Passagierflüge mehr gibt, ist der internationale Post- und Paketversand stark eingeschränkt oder in einige Länder gar nicht mehr möglich. Das betrifft Briefe (Dokumentensendungen) ins Ausland genauso wie Päckchen, Warenpost und Pakete.

Die genauen Beschränkungen finden Sie auf Infoseiten von DHL und der Deutschen Post.

DHL Express ist von Beschränkungen weniger stark betroffen. Es gibt zwar längere Lieferzeiten und Lieferstopps in einige Länder, aber aufgrund der eigenen Flugzeug-Flotte bleiben die wichtigsten Transportverbindungen aufrecht erhalten. Mehr Infos unter www.simplydhl.com/covid-19updates



Viele DPD-Paketshops ab 25.03. wieder geöffnet

DPD-Paketshops werden ab Mittwoch, 25.03.2020 wieder öffnen, sofern es rechtlich erlaubt ist. Öffnen dürfen beispielsweise Supermärkte, Kioske und Tankstellen. DPD-Paketshops in solchen Geschäften werden von Kunden nutzbar sein. Ist ein Laden hingegen geschlossen, bleibt auch der DPD-Paketshop weiterhin geschlossen.

Um zu vermeiden, dass Kundenpakete aufgrund geschlossener Geschäfte womöglich wochenlang unerreichbar sind, hatte DPD in der letzten Woche fast alle Paketshops gesperrt. Nutzen Sie den DPD-Paketshopfinder, um sich ab Mittwoch über geöffnete und geschlossene Shops in Ihrer Region zu informieren.

Quelle: www.dpd.com/de



Lieferverzögerungen bei Auslandspaketen

19.03.2020: Nachfolgend die Links zu den Störungs-Websites der Paketdienste. Innerhalb Deutschlands läuft die Zustellung weitestgehend problemlos (Probleme auf Wangerooge). DHL verzeichnet kein erhöhtes Paketaufkommen (Quelle: rp-online.de). Auslandspakete können wegen Staus vor den Grenzkontrollen verzögert sein, insbesondere Pakete nach Osteuropa.



Hermes-Paketshops sind großteils weiterhin geöffnet

In einer Pressemeldung vom 17. März teilte Hermes mit, "dass 70-80% unserer bundesweit über 16.000 PaketShops weiterhin geöffnet bleiben, weil sie in Einrichtungen für die Grundversorgung integriert sind." ... "PaketShops, die schließen müssen, haben wir bereits heute (17.3.) darüber informiert, dass sie keine Pakete mehr annehmen dürfen. Wir sind bemüht, bei allen Shops, die schließen müssen, an ihrem letzten Öffnungstag die Pakete abzuholen, damit möglichst keine Sendung liegenbleibt." Geschlossene Paketshops sind im Paketshopfinder bei myhermes.de entfernt.



Auslandspakete von und nach Deutschland sind evtl. verzögert

17.03.2020: Aufgrund von Grenzkontrollen bilden sich teilweise LKW-Staus zwischen Deutschland und angrenzenden Ländern. Dadurch können Auslandspakete nicht in der gewohnten Geschwindigkeit transportiert werden. Länger als 1 bis 2 Tage sollte die Verzögerung aber nicht betragen. Denn die Grenzen sind nicht geschlossen und Warenverkehr darf uneingeschränkt passieren (Ausnahme: Exportverbot für einige medizinische Produkte).

13.03.2020: Weil aufgrund des Einreiseverbots fast alle Passagierflüge von Europa in die USA entfallen, gibt es weniger Luftfracht-Kapazitäten. Kunden müssen mit längeren Lieferzeiten rechnen. Die niederländische Post kalkuliert zurzeit mit einem Richtwert von 1 bis 3 Tagen zusätzlicher Lieferzeit an die US-Westküste (Los Angeles) und Südostküste (New York). Quelle und Updates: www.postnl.nl



China Post wird Betrieb bis Mitte März wieder vollständig aufnehmen

09.03.2020: China Post teilt mit, dass Millionen Postmitarbeiter wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Mit Ausnahme der Provinz Hubei (Hauptstadt Wuhan) soll der vollständige Betrieb bis Mitte März wieder aufgenommen sein. Zurzeit sind 3 Millionen Postmitarbeiter wieder bei der Arbeit, das entspricht 90,2% der Gesamtbelegschaft. Das täglich bearbeitete Post- und Paketaufkommen liegt bei 80% des Normalniveaus.

Quelle: yicaiglobal.com



Exportstopp für Sendungen nach China

Seit dem 14.02. nimmt DHL keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macau mehr an.

Briefsendungen sind von dem Annahmestopp nicht betroffen, aber die Deutsche Post bittet Kunden um Verständnis, wenn die Lieferung länger dauert.

Bitte schauen Sie für tagesaktuelle Infos hier auf www.dhl.de. Dort erfahren Sie, ob der Annahmestopp für Chinapakete weiterhin besteht.

Für Pakete, die vor dem 14.02.2020 abgeschickt wurden, ist nach Einschätzung der Paketda-Redaktion mit mehrwöchigen Lieferverzögerungen zu rechnen.



WHO zum Coronavirus: Pakete aus China sind ungefährlich

Derzeit sind viele Menschen verunsichert, weil sie durch Pakete aus China eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus befürchten. Nun gibt es eine Stellungnahme der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu: Pakete und Briefe aus China sind ungefährlich. Aus früheren Analysen von Coronaviren ist bekannt, dass sie nicht lange auf Oberflächen (z.B. Briefen und Paketen) überleben. | Quelle: WHO bei Facebook.

Vergleichbares sagte Virologe Prof. Hendrik Streeck bei Stern-TV am 29.01.2020. Andere Wissenschaftler empfehlen, sich nach dem Öffnen von Chinasendungen die Hände zu waschen.


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