Corona bei Österreichischer Post: Lage normalisiert sich

Brief- und Paketzentrum in Wien-Inzersdorf
Mitte Mai gab es Dutzende Corona-Infektionen bei Mitarbeitern der Österreichischen Post. Daraufhin wurde die Belegschaft von zwei Paketzentren durch das österreichische Bundesheer ersetzt, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Es handelt sich um Paketzentrum Hagenbrunn nördlich von Wien sowie das Paketzentrum in Wien-Inzersdorf (Foto oben).

Die Unterstützung durch die Armee im wurde planmäßig am 31. Mai beendet. "Bis zu 140.000 Pakete pro Tag wurden im Rahmen dieser Unterstützung durch das Bundesheer sortiert.", gab die Österreichische Post in einer Pressemeldung bekannt.

Zur Bewältigung des Rückstaus setzt die Post folgende Maßnahmen um:

  • Sonderschichten von Post-MitarbeiterInnen
  • Unterstützung aus anderen Regionen und Unternehmensbereichen
  • Verteilung und Sortierung von Paketen durch andere Standorte der Post

Vor den Eingängen aller Logistikzentren misst die Österreichische Post die Körpertemperatur der Beschäftigten. Außerdem werden jede Woche Corona-Tests durchgeführt. In Hagenbrunn offenbar bei allen Mitarbeitern und an anderen Standorten stichprobenartig.


Rückblick: So berichtete Paketda Mitte Mai

Das Boulevardportal oe24.at berichtete am 16. Mai, die Paketzentren Hagenbrunn und Wien-Inzersdorf seien "seit Freitag völlig lahmgelegt" und es hätten sich 250.000 Pakete aufgestaut.

Kurier.at und oe24.at berichteten übereinstimmend, dass das österreichische Bundesheer eingesetzt wird, um ab Montag einen Notbetrieb aufzubauen. Laut oe24.at wurden alle 371 Mitarbeiter des Paketzentrums Hagenbrunn in Quarantäne geschickt. Nachdem am Samstag 16.05.2020 unter Polizeiaufsicht die letzte Schicht gearbeitet wurde, habe das Bundesheer mit der Desinfektion des Paketzentrums begonnen.

Kurier.at schrieb am 15. Mai, dass das Bundesheer "den verbliebenen Post-Mitarbeitern unter die Arme greifen" solle. Das würde bedeuten, nicht alle müssen in Quarantäne. Auf Anfrage von noe.ORF.at sagte ein Post-Sprecher, dass 30 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenstand seien.

Das Bundesheer soll bis Ende Mai eingesetzt werden und von der Österreichischen Post bezahlt werden. Im Paketzentrum Wien-Inzersdorf wurden laut Kurier.at 30 Infektionen mit Corona festgestellt.

Oe24.at schreibt, dass der Österreichischen Post von Leiharbeitsfirmen Asylbewerber vermittelt wurden, die Corona in die Sortierzentren eingeschleppt haben sollen. Angeblich wurden "mehrere Dutzend" der Leiharbeiter bereits frühzeitig positiv auf Corona getestet, sie flohen jedoch aus einem Quarantänezentrum und tauchten dann bei zwei Leiharbeitsfirmen auf, die sie an die Post vermittelten.

Die Österreichische Post bestätigte in einer Pressemitteilung, dass man das Bundesheer zur Unterstützung angefordert habe. Zusätzlich zum Paketzentrum Hagenbrunn wird auch das Paketzentrum Wien-Inzersdorf von der ABC-Abwehr des Bundesheeres desinfiziert und anschließend von Armeeangehörigen betrieben.

Mitarbeiter der Österreichischen Post wiesen das Bundesheer in den Betrieb ein und leiteten das Personal an. Der Einsatz des Heeres betraf nur die Arbeit in den Paketzentren und nicht in der Paketzustellung.

In Wien-Inzersdorf betreibt die Österreichische Post ein Briefzentrum und ein Paketzentrum; beide sind räumlich voneinander getrennt. Von den zuvor beschriebenen Maßnahmen war nur das Paketzentrum betroffen. Die Post teilte mit: "Der Betrieb des Brief-Zentrums läuft wie gewohnt weiter, kleinformatige Paketsendungen werden seit Ende vergangener Woche zur Entlastung der Paket-Logistikzentren dorthin sowie an andere Paket-Logistikzentren in Österreich umgeleitet."


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