Post bringt neue Ergänzungsmarken: 10 Cent, 15 Cent, 20 Cent

Neue Ergänzungsmarken der Deutschen Post zu 10, 15 und 20 Cent
Am 18. Dezember ist der sogenannte Erstverwendungstag für drei neue Briefmarken der Deutschen Post. Die Portowerte 10 Cent, 15 Cent und 20 Cent sollen als Ergänzungsmarken dienen.

Die Ergänzungsmarken lassen sich mit alten Briefmarken kombinieren, die manche Bürger noch zu Hause haben. Alte Briefmarken sind weiterhin gültig und können aufgebraucht werden, sofern die Differenz zum aktuellen Porto mit Ergänzungsmarken dazugeklebt wird.

Das Briefporto wurde zuletzt am 1. Januar 2016 von 62 Cent auf 70 Cent erhöht. Wer noch alte 62-Cent-Briefmarken auf Lager hat, kann sich also eine nagelneue 10-Cent-Ergänzungsmarke kaufen - und frankiert 2 Cent zu viel. Für die 15-Cent-Ergänzungsmarke gibt es überhaupt keine passende Verwendung. Die 20-Cent-Marke wäre für alte 2,40-Euro-Briefmarken geeignet, um aktuelle Maxibriefe mit 2,60 Euro zu frankieren.

So richtig praktisch sind die neuen Marken nicht, stellte auch die "Deutsche Briefmarken-Zeitung" fest und fragte bei der Deutschen Post nach (Heft 26/2018). Antwort: Die neuen Marken seien als Ergänzung für ganz alte Portowerte wie z.B. 55-Cent-Briefmarken gedacht. Zu Erinnerung: Dass ein Standardbrief 55 Cent kostete, war letztmals am 31. Dezember 2012 der Fall. Ein Großbrief kostete damals wie heute 1,45 Euro Porto, eine Postkarte 45 Cent und ein Maxibrief 2,20 Euro.

Weil die Ergänzungsmarken zu 10 Cent, 15 Cent und 20 Cent überhaupt nicht zu alten Briefmarken passen, drängt sich eine Schlussfolgerung auf: Die neuen Marken sind wohl für die Portoerhöhung 2019 konzipiert.

Das Briefporto sollte zum 1. Januar 2019 eigentlich auf 80 Cent für einen Standardbrief steigen (Quelle: Postchef Frank Appel bei welt.de). Aber die Bundesnetzagentur hat die Erhöhung vorerst aufgeschoben, weil Berechnungsunterlagen zur Genehmigung des neuen Portos fehlen (Paketda berichtete).

  • Die 10-Cent-Ergänzungsmarke mit der Blume "Winterling" würde genau zur Portoerhöhung von 70 Cent auf 80 Cent passen.
  • Die 15-Cent-Marke könnte für Kompaktbriefe gedacht sein, die bisher 85 Cent Porto kosten und in Zukunft vielleicht 1 Euro.
  • Die 20-Cent-Marke dient vielleicht als Ergänzungsmarke für Großbriefe, die bislang 1,45 Euro kosten und in Zukunft vielleicht 1,65 Euro.

Darüber, wie stark das Briefporto in 2019 erhöht wird, spekulierte Paketda bereits in diesem früheren Artikel.

Die neuen Ergänzungsmarken sind in Filialen oder online bei der Deutschen Post erhältlich unter shop.deutschepost.de. "Mit diesen Ausgaben kommen wir in besonderer Weise den Kundenwünschen nach", so die abschließende Erklärung der Deutschen Post zur Deutschen Briefmarken-Zeitung.


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