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Branchenverband BPEX startet Imagekampagne

gluecksbringer.info
Screenshot der Glücksbringer-Website

Mit großen Worten hat der Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BPEX) am 11. September die neue Social-Media-Kampagne "Die Glücksbringer" vorgestellt (gluecksbringer.info).

Ziel: Die Menschen der Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) sichtbar machen, die täglich Millionen Pakete bewegen. "Uns geht es darum, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichtbar zu machen und einen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu geben", so BPEX-Vorsitzender Marten Bosselmann. KEP-Mitarbeiter sollen als "moderne Glücksbringer" porträtiert werden - ob in der Zustellung, in der Sortierung oder in der Verwaltung.

Die Kampagne ist auf einzelne Personen fokussiert: Patrick, seit 18 Jahren bei UPS, schätzt vor allem den Kontakt zu seinen Kunden. Igor, geflüchtet aus der Ukraine, arbeitet seitdem bei einem Hermes-Servicepartner. Und Ayse hat als Quereinsteigerin bei einem GLS-Vertragspartner ihren Platz in der männerdominierten Branche gefunden. In den nächsten Wochen kommen vermutlich weitere Videos hinzu. Im Quelltext der Website sind versteckt NOX, GO! Express, DPD sowie weitere Videos von Hermes, UPS und GLS erkennbar.

Mit insgesamt 12 Testimonials will der BPEX zeigen, dass die KEP-Branche vielen Menschen Chancen bietet. Zudem verweist der Verband auf eine "hohe Grundzufriedenheit" unter den Beschäftigten, die in Befragungen zum Ausdruck gekommen sei. Negative Vorurteile will der Verband entkräften.

Für die Umsetzung war ein professionelles Kamerateam quer durch Deutschland unterwegs, um die "ehrlichen, starken und emotionalen Begegnungen" festzuhalten. Doch die bislang veröffentlichten Videos erreichen kaum Publikum: Auf der Kampagnen-Website sind sie über Vimeo eingebunden, dort liegen die Abrufzahlen jeweils bei unter 100. Auf dem offiziellen BPEX-Instagram-Account erreichen die gleichen Clips lediglich zwischen 3 und 11 Likes (Stand: 18.09.2025).

Für ein abschließendes Urteil ist es noch zu früh, da die Kampagne erst seit wenigen Tagen läuft. Doch klar ist: Von allein werden die Inhalte nicht viral. Damit "Die Glücksbringer" Wirkung entfalten können, wird BPEX wohl in bezahlte Reichweite investieren müssen, zum Beispiel über Anzeigen auf Instagram, Facebook oder TikTok. Angesichts der professionellen Videoproduktion dürfte wohl auch ein Budget für die mediale Verbreitung eingeplant sein. Die beteiligte Agentur ist Adverb aus Berlin.


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