DPD testet autonomes Mini-Lieferfahrzeug von Cleveron

Cleveron-Lieferwagen bei DPD NL
DPD testet in den Niederlanden ein autonomes Lieferfahrzeug des estnischen Herstellers Cleveron. Das Projekt besteht aus einer fünftägigen Versuchsphase in Eindhoven. Das Fahrzeug verfügt über einen Laderaum mit 6 einzelnen Fächern. Per Zahlencode kann jeder Empfänger das entsprechende Fach öffnen, um seine Lieferung zu entnehmen.

In einer Pressemitteilung schreibt Cleveron, dass ein menschlicher Operator in Estland bis zu 10 Fahrzeuge überwachen und bei Problemen eingreifen kann. Die Serienproduktion des Fahrzeugs "Cleveron 701" soll 2023 beginnen. Mehr dazu unten auf dieser Seite.



Schweizer Paketdienst Planzer bestellt selbstfahrende Lieferwagen

So berichtete Paketda im November 2021

Planzer-Lieferwagen von Udelv (Entwurf)
Der erst 2018 gegründete schweizerische Paketdienst Planzer (www.planzer-paket.ch) hat beim US-Unternehmen Udelv fünf autonome Lieferwagen bestellt. Die Auslieferung ist für 2023 geplant, berichtet die NZZ.

Udelv arbeitet schon seit 2017 an der Vision eines völlig fahrerlosen Lieferwagens. Das Konzept ähnelt einer rollenden Packstation, die zu einer bestimmten Uhrzeit an einem zentralen Punkt im Stadtviertel hält. Die Kunden gehen dorthin und holen ihre Waren aus Fächern ab.

Laut Planzer sollen die Fahrzeuge im Großraum Zürich eingesetzt werden. Dafür werden in Abstimmung mit den Behörden "klar definierten Shuttle-Korridore" festgelegt (Quelle: planzer-paket.ch).

Doch niemand weiß, ob die Fahrzeuge wirklich funktionieren und bis 2023 marktreif sind. Das oben abgebildete Modell gibt es bislang nur als Computermodell. Die aktuell erprobten Prototypen von Udelv basieren auf klassischen Lieferwagen und haben viel Technik an Bord (siehe unten).



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Selbstfahrende Lieferwagen: Noch immer Prototypen, aber stetig besser

So berichtete Paketda im April 2021

Selbstfahrender Lieferwagen vom US-Hersteller Udelv
2018 begannen Hersteller in Europa und Amerika mit der Entwicklung autonom fahrender Paketfahrzeuge. Der erste Bericht zu diesem Thema erschien bei Paketda im Mai 2018 über das Startup-Unternehmen Udelv aus Kalifornien. Vision: Der Lieferwagen fährt zur Anschrift des Kunden, signalisiert über eine App seine Ankunft und öffnet dann eine Ladeklappe zum Entnehmen der Ware.

Im Vergleich zum 2018er Prototypen ist das aktuelle Udelv-Fahrzeug kleiner und bietet weniger Laderaum. In einem Youtube-Video ist die Funktionsweise zu sehen. 2018 hatte Udelv das Ziel ausgegeben, bis 2021 1.500 Fahrzeuge zu verkaufen. Das ist fast gelungen. Das US-Fuhrparkunternehmen Donlen hat 1.000 Stück vorbestellt.

Bis 2028 soll der Udelv-Lieferwagen 35.000 mal hergestellt werden und ungefähr so aussehen wie das abgebildete 3D-Modell.

Udelv-Lieferwagen 3D-Modell



Cleveron: Hersteller aus Estland

Im Gegensatz zu Udelv hat sich der estnische Hersteller Cleveron von Anfang an auf autonome Lieferwagen mit geringem Ladevolumen fokussiert. 2018 wurde der Prototyp präsentiert, der sogar über einen Greifarm verfügte, um Pakete beim Empfänger in einem Paketkasten abzulegen (Paketda berichtete).

Das aktuelle Modell "Cleveron 701" basiert auf diesem Prototypen, sieht optisch aber völlig anders aus. Der semi-autonom und elektrisch fahrende Lieferwagen kann bis zu 200kg zuladen, 50 km/h fahren und Kunden in einem Radius von 15 bis 30 Minuten Fahrzeit beliefern. Youtube-Video hier.

Das Prinzip funktioniert wie beim Udelv-Fahrzeug: Kunden können mit einer App einen von 4 Laderäumen öffnen, um ihre Bestellung zu entnehmen. Anschließend fährt der Wagen weiter zum nächsten Kunden. Semi-autonom bedeutet, dass ein Mensch in einem Kontrollzentrum die Fahrt überwacht und bei Bedarf helfend eingreift. Cleveron hat das Fahrzeug eigenen Angaben zufolge 6 Monate unter Realbedingungen im estnischen Straßenverkehr erprobt.

Die Serienproduktion des Cleveron 701 soll 2023 beginnen. Mehr Infos unter cleveron.com.

Autonom fahrender Lieferwagen von Cleveron


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