Udelv präsentiert fahrbare Packstation

Autonomer Lieferwagen von Udelv
Jahrelang tüftelte das US-Unternehmen Udelv an einem autonomen Lieferwagen, baute Prototypen, erstellte 3D-Simulationen des Fahrzeugs. Jetzt wurde das Fahrzeug namens uPod erstmals in echt vorgestellt. Vollständig einsatzbereit soll die "fahrbare Packstation" zwar erst 2023 ein, aber immerhin präsentiert Udelv nun ein Modellfahrzeug zum Anfassen und einige Fakten:

  • Zuladung: bis 900 kg
  • 45 Min. Batterieladung = 220 Meilen Reichweite (350 km)
  • Höchstgeschwindigkeit: 70 mph (112 km/h)

Auf dem Foto ist zu sehen, dass der Laderaum in maximal 32 Einzelfächer teilbar ist (rechte und linke Fahrzeugseite). Insgesamt können also 64 Pakete transportiert werden. Der uPod fährt selbstständig zu den Empfängeradressen, und Kunden können das entsprechende Paketfach per App öffnen.

Udelv hat eigenen Angaben zufolge schon mehr als 1000 Reservierungen für das Fahrzeug erhalten, u.a. von der Spedition Planzer (Schweiz) und der Ziegler Group (Brüssel). Quelle: Pressemeldung



DPD testet autonomes Mini-Lieferfahrzeug von Cleveron

So berichtete Paketda im November 2021

Cleveron-Lieferwagen bei DPD NL
DPD testet in den Niederlanden ein autonomes Lieferfahrzeug des estnischen Herstellers Cleveron. Das Projekt besteht aus einer fünftägigen Versuchsphase in Eindhoven. Das Fahrzeug verfügt über einen Laderaum mit 6 einzelnen Fächern. Per Zahlencode kann jeder Empfänger das entsprechende Fach öffnen, um seine Lieferung zu entnehmen.

In einer Pressemitteilung schreibt Cleveron, dass ein menschlicher Operator in Estland bis zu 10 Fahrzeuge überwachen und bei Problemen eingreifen kann. Die Serienproduktion des Fahrzeugs "Cleveron 701" soll 2023 beginnen. Mehr dazu unten auf dieser Seite.

Update vom Mai 2022: Eigenen Angaben zufolge haben Cleveron und DPD Estland das europaweit erste Paket mit einem autonomen Fahrzeug ausgeliefert. Die Zustellung erfolgte in Tallinn. Weitere Zustellungen sind in der estnischen Stadt Viljandi geplant. Quelle: cleveronmobility.com



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Schweizer Paketdienst Planzer bestellt selbstfahrende Lieferwagen

So berichtete Paketda im November 2021

Planzer-Lieferwagen von Udelv (Entwurf)
Der erst 2018 gegründete schweizerische Paketdienst Planzer (www.planzer-paket.ch) hat beim US-Unternehmen Udelv fünf autonome Lieferwagen bestellt. Die Auslieferung ist für 2023 geplant, berichtet die NZZ.

Udelv arbeitet schon seit 2017 an der Vision eines völlig fahrerlosen Lieferwagens. Das Konzept ähnelt einer rollenden Packstation, die zu einer bestimmten Uhrzeit an einem zentralen Punkt im Stadtviertel hält. Die Kunden gehen dorthin und holen ihre Waren aus Fächern ab.

Laut Planzer sollen die Fahrzeuge im Großraum Zürich eingesetzt werden. Dafür werden in Abstimmung mit den Behörden "klar definierten Shuttle-Korridore" festgelegt (Quelle: planzer-paket.ch).

Doch niemand weiß, ob die Fahrzeuge wirklich funktionieren und bis 2023 marktreif sind. Das oben abgebildete Modell gibt es bislang nur als Computermodell. Die aktuell erprobten Prototypen von Udelv basieren auf klassischen Lieferwagen und haben viel Technik an Bord (siehe unten).



Mobile Paketstationen in China

So berichtete Paketda im Juni 2021

Der E-Commerce- und Logistik-Anbieter JD.com aus China hat fahrbare Paketstationen entwickelt, die eigenen Angaben zufolge das autonome Fahren auf Level 4 beherrschen. Das ist die zweithöchste Stufe und bedeutet, dass der normale Fahrbetrieb nicht menschlich überwacht werden muss. Manuelle Eingriffe sind nur in Ausnahmesituationen notwendig.

JD liegt damit in der technischen Entwicklung vorn. Die fahrbaren Paketstationen von Cleveron (Estland) benötigen ständige Überwachung, und US-Hersteller Udelv plant zwar Level-4-Lieferwagen, hat sie aber noch nicht auf dem Markt.

Die Reichweite der JD-Lieferroboter soll 60 km betragen, die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h und die maximale Zuladung 150 kg. Seit 2020 setzt JD die Fahrzeuge gezielt in Städten ein, die stark von Corona betroffen sind. Eigenen Angaben zufolge wurden seitdem mehr als 13.000 Sendungen ausgeliefert.

Quellen: jdcorporateblog.com, 1 | 2 | 3

Fahrbare Mini-Paketstationen von JD.com



Selbstfahrende Lieferwagen: Noch immer Prototypen, aber stetig besser

So berichtete Paketda im April 2021

Selbstfahrender Lieferwagen vom US-Hersteller Udelv
2018 begannen Hersteller in Europa und Amerika mit der Entwicklung autonom fahrender Paketfahrzeuge. Der erste Bericht zu diesem Thema erschien bei Paketda im Mai 2018 über das Startup-Unternehmen Udelv aus Kalifornien. Vision: Der Lieferwagen fährt zur Anschrift des Kunden, signalisiert über eine App seine Ankunft und öffnet dann eine Ladeklappe zum Entnehmen der Ware.

Im Vergleich zum 2018er Prototypen ist das aktuelle Udelv-Fahrzeug kleiner und bietet weniger Laderaum. In einem Youtube-Video ist die Funktionsweise zu sehen. 2018 hatte Udelv das Ziel ausgegeben, bis 2021 1.500 Fahrzeuge zu verkaufen. Das ist fast gelungen. Das US-Fuhrparkunternehmen Donlen hat 1.000 Stück vorbestellt.

Bis 2028 soll der Udelv-Lieferwagen 35.000 mal hergestellt werden und ungefähr so aussehen wie das abgebildete 3D-Modell.

Udelv-Lieferwagen 3D-Modell



Cleveron: Hersteller aus Estland

Im Gegensatz zu Udelv hat sich der estnische Hersteller Cleveron von Anfang an auf autonome Lieferwagen mit geringem Ladevolumen fokussiert. 2018 wurde der Prototyp präsentiert, der sogar über einen Greifarm verfügte, um Pakete beim Empfänger in einem Paketkasten abzulegen (Paketda berichtete).

Das aktuelle Modell "Cleveron 701" basiert auf diesem Prototypen, sieht optisch aber völlig anders aus. Der semi-autonom und elektrisch fahrende Lieferwagen kann bis zu 200kg zuladen, 50 km/h fahren und Kunden in einem Radius von 15 bis 30 Minuten Fahrzeit beliefern. Youtube-Video hier.

Das Prinzip funktioniert wie beim Udelv-Fahrzeug: Kunden können mit einer App einen von 4 Laderäumen öffnen, um ihre Bestellung zu entnehmen. Anschließend fährt der Wagen weiter zum nächsten Kunden. Semi-autonom bedeutet, dass ein Mensch in einem Kontrollzentrum die Fahrt überwacht und bei Bedarf helfend eingreift. Cleveron hat das Fahrzeug eigenen Angaben zufolge 6 Monate unter Realbedingungen im estnischen Straßenverkehr erprobt.

Die Serienproduktion des Cleveron 701 soll 2023 beginnen. Mehr Infos unter cleveron.com.

Autonom fahrender Lieferwagen von Cleveron


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