Sendungen nach Israel brauchen in der Praxis oft deutlich länger als erwartet. Selbst korrekt frankierte Pakete und Päckchen mit elektronischer Zollanmeldung können mehrere Wochen unterwegs sein. Ein häufiger Engpass ist die Zollbearbeitung in Israel.
Die tatsächliche Laufzeit nach Israel beträgt häufig 3 bis 6 Wochen. Das gilt auch für Sendungen, die korrekt frankiert wurden und eine elektronische Zollanmeldung enthalten.
Typischer Engpass ist die Zollbearbeitung in Israel. Die Sendungsverfolgung zeigt deshalb oft über viele Wochen keinen neuen Status zwischen dem Export aus Deutschland und der späteren Registrierung oder Zustellung in Israel.
Sobald eine Sendung in Israel im System der israelischen Post registriert wurde, erfolgt die Zustellung oder Bereitstellung zur Abholung meist innerhalb weniger Tage.
Zusätzliche Verzögerungen durch Konflikt im Nahen Osten
Auf dhl.de wird im Frühjahr 2026 vor zusätzlichen Verzögerungen bei Sendungen nach Israel gewarnt. Aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und eingeschränktem Flugverkehr können Sendungen zeitweise nicht transportiert werden und müssen vorübergehend gelagert werden. Sobald wieder Transportkapazitäten verfügbar sind, werden die Sendungen weiterbefördert. Es ist laut DHL mit erheblichen Laufzeitverzögerungen zu rechnen.
Auf dhl.de kann die Sendungsverfolgung nach dem Export-Scan im IPZ Frankfurt enden. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Sendung verloren ist.
Weitere Informationen liefert häufig die Sendungsverfolgung der israelischen Post: https://israelpost.co.il/en/itemtrace
Im israelischen Tracking ist nach der Zollfreigabe oft eine Regalnummer und ein Abholort sichtbar. Das ist vergleichbar mit einer Postfilialnummer oder Lagerinformation in Deutschland.
Wenn eine Sendung in Israel beim Postamt zur Abholung bereitliegt, benötigt der Empfänger in der Regel:
SMS-Benachrichtigungen sind möglich. Sie enthalten jedoch meist keine zusätzlichen Informationen gegenüber der Online-Sendungsverfolgung.
Wenn ein Paket längere Zeit nicht abgeholt wird, kann später noch eine Papierbenachrichtigung per Briefpost erfolgen. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen.
Paketda empfiehlt, die Telefonnummer des Empfängers auf der Sendung zu vermerken.
Früher war dies vor allem für SMS-Benachrichtigungen wichtig. Heute wird die Telefonnummer nicht zwingend benötigt, kann aber bei Problemen helfen, zum Beispiel bei Rückfragen durch die israelische Post.
Israel hat 2017 ein modernes Sortier- und Zollzentrum für Importsendungen in Betrieb genommen. Trotzdem bleibt die Zollbearbeitung ein häufiger Grund für Verzögerungen.
Sendungen mit elektronischer Zollanmeldung, zum Beispiel über die DHL- oder Deutsche-Post-Onlinefrankierung, werden oft schneller bearbeitet. Außerdem sind sie meist günstiger als Sendungen, deren Zusatzleistungen erst am Postschalter bezahlt werden.
Trotz elektronischer Datenübermittlung kann es weiterhin zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommen.
Tipp: Sendungen mit elektronisch erstellter und korrekt ausgefüllter Zolldeklaration haben bessere Chancen auf eine zügige Bearbeitung als Sendungen mit handschriftlicher Adresse und handschriftlicher Zollinhaltserklärung.
| Problem | Ursache | Lösung / Hinweis |
|---|---|---|
| Lange Laufzeit von etwa einem Monat oder länger | Langsame Zollbearbeitung und anschließende Postweiterleitung | Geduld erforderlich; eine Beschleunigung ist meistens nicht möglich |
| Keine Updates im Tracking | Mangelhafter oder verzögerter Datenaustausch zwischen Deutschland und Israel | Zusätzlich das Tracking der israelischen Post nutzen |
| Sendung liegt zur Abholung bereit, aber keine Benachrichtigung erhalten | Kein Hinweis im deutschen Tracking; Papierbenachrichtigung kommt spät oder gar nicht | Israelisches Tracking prüfen und Empfänger aktiv informieren |