Besser wissen, wann es ankommt

Online Porto kaufen mit der Internetmarke

Internetmarken der Deutschen Post Weltweit ist die Deutsche Post führend in der Entwicklung neuer Technologien, um den Briefversand effizienter, schneller und für Kunden komfortabler abzuwickeln. Schon im Jahr 2001 hat die Post deshalb die Frankiersoftware Stampit für Geschäftskunden entwickelt, die einen sog. Data-Matrix-Code erzeugte, der Porto- und Empfängerinformationen enthielt. Dieser Matrixcode sieht ein bisschen wie ein Tetris-Spielfeld aus und ersetzt heute als "Internetmarke" die klassische Briefmarke.


Von Stampit zur Internetmarke

Die Software Stampit (vgl. Screenshot) wurde von der Deutschen Post als Plugin für Word und Excel konzipiert und konnte alternativ auch als eigenständige Software genutzt werden. Hierzu musste der Anwender zuvor seine virtuelle Portokasse aufladen, dies funktionierte über eine Internetverbindung und dem Lastschriftverfahren. Wenn die Portokasse mit ausreichend Guthaben gefüllt war, konnten anschließend Frankierungen gekauft und ausgedruckt werden. Nachteilig an Stampit-Frankierungen war, dass sie spätestens binnen 2 Tagen nach dem Kauf bei der Post eingeliefert werden mussten, anderenfalls waren sie ungültig. Dadurch konnten keine Stampit-Marken im Voraus gekauft werden. Außerdem war stets eine feste Verknüpfung von Marke + Empfängeradresse notwendig, weil die Empfänger-Postleitzahl im Matrix-Code verschlüsselt wurde und so den Sortieranlagen der Post das automatische Routing zum Zielort erleichterten.

Außerdem waren (und sind heute noch) im Matrixcode die Informationen zum gekauften Produkt verschlüsselt enthalten (z.B. Postkarte, Kompaktbrief, etc.). Bei Fehldrucken von Stampit-Frankierungen mussten diese als Originale an die Deutsche Post geschickt werden, damit dem Kunden der Betrag zurückerstatt wurde. Im September 2011 wurde die Stampit-Software von der Deutschen Post eingestellt, an ihre Stelle trat die Internetmarke. Die Internetmarke ist so bequem wie eine normale Briefmarke, nicht adressgebunden und kann dank 3-jähriger Gültigkeit auch auf Vorrat gekauft werden.


So können Sie Porto online kaufen

Ein großer Vorteil der Internetmarke ist, dass Sie immer exakt den Briefmarkenwert kaufen können, den Sie gerade benötigen. Außerdem müssen Sie nicht in der Filiale oder am Briefmarkenautomat Schlange stehen. Die Website zur Internetmarke enthält auch die Maximalmaße der jeweiligen Briefsendungen, so dass Sie im Handumdrehen selbst die richtige Frankierung ermitteln und anschließend kaufen können. Für den Ausdruck empfiehlt sich ein Laserdrucker. Internetmarken-Ausdrucke mit Tintenstrahldruckern sind zwar auch möglich, hier besteht jedoch die Gefahr, dass das Druckbild verschmiert und der Marken-Matrixcode nicht mehr lesbar ist.

Nachteilig an der Internetmarke ist der Mindestkaufbetrag von 10 Euro. Das heißt, Sie müssen Ihre virtuelle Portokasse mindestens mit 10 Euro aufladen, bevor Sie eine Internetmarke kaufen können. Als Lademöglichkeiten stehen PayPal, Online-Überweisung (GiroPay) sowie Lastschriftzahlung zur Verfügung. Letzteres ist jedoch erst nach Verifikation Ihrer Hausanschrift möglich. Bei der Zahlung mit PayPal beträgt der Maximalbetrag 20 Euro.

Nachdem Sie die gewünschten Frankierungen ausgewählt und bezahlt haben, erhalten Sie zwei PDF-Dokumente zum Download: einen Lieferschein und ein A4-Blatt mit den Briefmarken-Matrix-Codes. Drucken Sie das Blatt mit den Briefmarken am besten auf selbstklebendem Papier aus. Falls dies nicht vorhanden ist, können Sie die Marken auch auf normalem Papier ausdrucken und später mit einem Klebestift auf den Briefumschlag kleben. Bitte achten Sie darauf, die Briefmarken nicht irrtümlich mehrmals auszudrucken. Werfen Sie Fehldrucke immer sofort zerrissen weg, damit Sie nicht durcheinander kommen. Sendungen, die mit Internetmarken frankiet sind, dürfen natürlich nur ein einziges Mal bei der Post eingeliefert werden. Mehrfachbenutzungen ein und derselben Internetmarke sind strafbar! Sie können als Käufer der Marke zurückverfolgt werden, da Ihre Kundennummer im Matrixcode enthalten ist.


Wichtige Tipps und Tricks zur Internetmarke

Sie können Sendungen mit Internetmarke wie jede andere Briefsendung behandeln (bzw. Postkarte) und sie entweder in einer Filiale oder in einem Briefkasten der Deutschen Post einliefern. Lediglich Produkte, die nachweispflichtig sind (z.B. Einschreiben) oder additiv zum Portowert umsatzsteuerpflichtig sind (Brief mit EIL INTERNATIONAL), müssen zwingend in einer Postfiliale oder Postagentur aufgegeben werden. Dies ist jedoch mit klassischen Briefsendungen genauso und kein spezifischer Nachteil der Internetmarke.

Die sogenannte Mischfrankierung von Internetmarken mit normalen Motiv-Briefmarken ist offiziell unzulässig. D.h. Sie dürfen entweder mit einer Internetmarke frankieren ODER mit einer herkömmlichen Briefmarke. Wenn Sie eine Mischform wählen, wird das von der Post zwar akzeptiert, kann aber u.U. zu längeren Brieflaufzeiten führen, weil die Frankierung nicht automatisch von den Sortieranlagen als gültig erkannt wird. Beachten Sie auch, dass immer nur eine einzige Internetmarke aufgeklebt werden sollte, und nicht zwei Internetmarken in Kombination, um einen höhere Freimachung zu erreichen.

Die Entwertung von Internetmarken erfolgt nicht wie üblich durch Poststempel. Stattdessen wird der Data-Matrix-Code elektronisch gescannt und bei der Deutschen Post als verbraucht gespeichert. Zweiteinliefeung mit der gleichen Marke werden daher erkannt und automatisch ausgeschleust. Doppelverwendungen von Internetmarken sind nicht erlaubt. Weil der Poststempel auf Internetmarken i.d.R. fehlt, ist für den Empfänger nicht ersichtlich, in welchem Start-Postzentrum der Brief bearbeitet wurde. Dies kann u.U. nützlich sein, wenn Sie mit einer Grußkarte einen Urlaub in Bayern vortäuschen wollen, sich aber in Bremen befinden.

Hinweis: Internetmarken sind nur 3 Jahre ab Kaufdatum gültig. Danach verfallen sie, können nicht mehr verwendet und nicht umgetauscht werden.


Wichtig ist auch zu wissen, dass in den Internetmarken-Matrixcodes das gekaufte Postprodukt gespeichert ist. Kaufen Sie beispielsweise eine Internetmarke für 2,20 Euro, entspricht dies einer Maxi-Warensendung mit längerer Laufzeit als bei Standardbriefen. Wenn Sie nun einen Großbrief (kostet regulär 1,45 Euro) mit einer 2,20er-Internetmarke frankieren, wird er wie eine Warensendung behandelt. Und dass, obwohl sie sogar zuviel frankiert haben und die Sendung oberhalb der Anschrift nicht als Warensendung gekennzeichnet haben. Die Sortieranlagen der Post orientieren sich bei mit Internetmarken frankierten Sendungen also primär an den Matrixcodes. Deshalb sollten Sie unbedingt Über- und Unterfrankierungen vermeiden und Ihre Sendungen stets mit einer einzigen, passenden Internetmarke freimachen.



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