Schutz gegen Werbebriefe: Die Robinson-Liste

Bestätigungsbrief: Von Werbepost abgemeldet

Ärgern Sie sich auch über die Werbepost in Ihrem Briefkasten? Seien es Gedenkmünzen, angeblich edle Weine oder die neuesten Kosmetika; in deutschen Haushalten landen täglich hunderte Tonnen Werbemüll. Nur ein Bruchteil der Empfänger interessiert sich tatsächlich für solche Angebote - für alle anderen ist postalische Werbung ein lästiges Ärgernis. Dagegen hilft die sogenannte Robinsonliste (Werbe-Sperrliste).

► Eintrag in die Robinsonliste unter www.robinsonliste.de und www.ichhabediewahl.de.


Robinsonliste schützt gegen Postwerbung

Um Sie sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun, melden Sie sich einfach von Werbepost ab. Das geht mit der Robinsonliste; eine Art Verzeichnis von Menschen, die keine Werbepost erhalten möchten. Die allermeisten seriösen Unternehmen berücksichtigen die Robinsonliste. Dadurch erhalten Sie deutlich weniger Werbebriefe und Ihr Altpapierstapel wird kleiner.

Auch für die Werbewirtschaft ist die Robinson-Liste ein lohnendes Instrument, denn unverlangte Werbepost kann sich negativ auf den Absender auswirken. Indem Unternehmen vor einer Werbeaussendung alle Werbeverweigerer herausfiltern, minimieren sie das Risiko, negativ wahrgenommen zu werden. Zusätzlich werden Druckkosten und Porto gespart, weil weniger Briefe versendet werden müssen. Die Robinsonliste des Deutschen Direktmarketing-Verbands (DDV) umfasst ca. 800.000 Einträge.

Die Liste ist selbstverständlich nicht öffentlich einsehbar sondern wird nur seriösen Unternehmen zugänglich gemacht mit dem einzigen Zweck, ihren Adressbestand mit der Robinson-Liste zu vergleichen. Wird ein Treffer gefunden, wird die jeweilige Anschrift vom werbetreibenden Unternehmen mit dem Kennzeichen "Keine Werbung gewünscht" gesperrt.


Die Robinson-Liste ist kein Allheilmittel

Ein Eintrag in der Robinson-Liste schützt leider nicht 100%-ig vor Werbepost. Denn alle Unternehmen, mit denen Sie bereits in Kontakt stehen (z.B. Versandhändler, bei denen Sie eingekauft haben), dürfen Ihre Adresse für Werbepost nutzen, ohne jedes Mal gegen die Robinson-Liste abzugleichen. Um solche Werbesendungen abzustellen, müssen Sie sich an jedes einzelne Unternehmen wenden und der Datennutzung für Werbezwecke widersprechen.

Ein Eintrag in die Robinson-Liste schützt üblicherweise gegen unverlangte Werbung von Unternehmen, bei denen Sie bisher kein Kunde sind. Doch anders als in manchen EU-Ländern gibt es in Deutschland keinen gesetzliche Zwang, dass ein Werbetreibender einen Abgleich gegen die Robinson-Liste durchführen muss. Stattdessen ist das Verfahren freiwillig. Außerdem kostet die Nutzung der Robinson-Liste den Unternehmen Gebühren.

Während sich große und bekannte Unternehmen (insbesondere die Mitglieder im Deutschen Direktmarketing-Verband) selbst zur Berücksichtigung der Robinson-Liste verpflichten, sieht es bei kleineren Unternehmen schlechter aus. Diese haben oftmals nicht das notwendige Budget und Personal, um Adressen von solchen Personen herauszufiltern, die sich in die Robinsonliste eingetragen haben.


Wieso bekomme ich eigentlich ständig Werbepost?

Unternehmen können Anschriften für Werbezwecke mieten oder kaufen. Dafür gibt es Adresshändler (sog. Broker), die zum Beispiel Adressen von Personen vermitteln, die an einem Preisausschreiben teilgenommen haben und damit gleichzeitig ihr Einverständnis in die Zusendung von Werbepost erteilt haben. Seien Sie deshalb bei der Teilnahme an Gewinnspielen oder der Anforderung von Infomaterial stets umsichtig, ob im Kleingedruckten der Adressweitergabe zugestimmt wird. Streichen Sie im Zweifelsfall dieses Kleingedruckte durch oder verzichten Sie auf die Teilnahme an solchen dubiosen Preisausschreiben.


Eintragen in die Robinson-Liste

Um sich in die größte Robinson-Liste für postalische Werbung einzutragen, klicken Sie bitte hier zur Website des DDV.

Zusätzlich gibt es eine Robinson-Liste für E-Mail-, Telefon-, Mobilfunk- und Postwerbung. Diese wird verwaltet vom IDI, Interessenverband Deutsches Internet e.V.. Zum Eintragen bitte hier klicken.

Übrigens: Die Robinson-Liste wurde nach dem fiktiven Abenteurer Robinson Crusoe benannt, der einsam auf einer abgeschiedenen Insel lebte. Die Liste wird auch in vielen anderen Ländern der EU so genannt.