Im Spreewald kommt die Post mit dem Kahn

In Lehde (einem Ortsteil von Lübbenau) ist Andrea Bunar als Zustellerin für die Deutsche Post DHL unterwegs. Doch anders als ihre Kollegen benutzt sie kein Fahrrad und kein Auto – sondern einen Spreewaldkahn. Das 9 Meter lange Wassergefährt transportiert Briefe und Pakete, sowohl in der Zustellung als auch per Abholung von den Kunden. Auch 3 Postbriefkästen befinden sich entlang der Wasserstrecke, an den sogenannten Fließen (kleiner Gewässerlauf). Gesteuert wird der Aluminiumkahn mit einem Rudel, einer langen Ruderstange.

In Lehde (ca. 100km südlich von Berlin) wird die Post bereits seit 110 Jahren auf dem Wasserweg zugestellt. Allerdings nur während der Saison von etwa März bis Oktober. Im Winter sind die Fließe zugefroren. Der Grund, warum die Deutsche Post nicht ganzjährig auf die Straßenzustellung setzt: In Lehde sind zwar alle Häuser per Straßenweg erreichbar, aber schneller – weil auf dem kürzeren Weg – ist die Zustellung auf dem Wasserweg. Die Dorfbewohner machen es genauso und besuchen ihre Verwandten und Bekannten ebenfalls mit dem Kahn anstatt mit dem Auto.

Doch obwohl das Kahnfahren im Lehde zum Alltag dazugehört, erregt Andrea Bunar viel Aufmerksamkeit. Denn jährlich sind über 900.000 Touristen auf den Fließen unterwegs – und die fotografieren staunend Deutschlands einzige Zustellerin, die mit einem gelben Postkahn unterwegs ist.

Einige Eindrücke von der Arbeit sehen Sie nachfolgend im Video (Quelle: Deutsche Post Pressevideo)


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