Postzug von DHL fuhr trotz Streiks

Nachdem die Gewerkschaft GDL kürzlich den Bahnverkehr für mehrere Tage lahmlegte, droht nun die Konkurrenzgewerkschaft EVG mit Streiks in der Vorweihnachtszeit. Die Wirtschaft schädigt jeder Lieferausfall; denn verspätete Güter- und Personentransporte führen häufig zu Produktionsverzögerungen bei Unternehmen.

Die Deutsche Post war von den Streiks bisher nicht betroffen. Obwohl sie täglich Post und Pakete per Güterzug von Hamburg nach München (und umgekehrt) befördern lässt. Das berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung unter Berufung auf DHL.

Der sogenannte Parcel InterCity verkehrt seit dem Jahr 2000 auf der Nord-Süd-Strecke. Nach der Abfahrt in Hamburg-Allermöhe besteht der erste Halt in Hannover; dort werden weitere Sendungen zugeladen. In Würzburg wird der Paketzug geteilt: Einige Waggons werden nach Nürnberg gefahren, wo die Entladung für das Paketzentrum Feucht erfolgt. Der andere Zugteil fährt nach München (Paketzentrum Aschheim-Freising).

Obige Informationen basieren auf einer Veröffentlichung der Deutschen Post aus dem Jahr 2010 und können sich mittlerweile geändert haben. Weitergehende Informationen zu Postzügen in Deutschland und anderen Ländern finden Sie in diesem Eintrag bei Wikipedia zum Thema Bahnpost.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Aufrechterhaltung des innerdeutschen Postverkehrs dürfte auch bei künftigen Streiks die Postbeförderung auf der Schiene sichergestellt sein. Notfalls müsste DHL zusätzliche LKW-Verkehre einsetzen, die allerdings mit der hohen Geschwindigkeit des Parcel InterCity (140 km/h) nicht mithalten können.


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