Deutschlands einziger Postschiffer geht in Ruhestand

Mehr als 37 Jahre hat Postschiffer Fiede Nissen (64) vier Halligen - das sind kleine, der Küste vorgelagerte Inseln - in der Nordsee mit Post beliefert. Nun geht Deutschlands einziger Postschiffer in den Ruhestand.

Bei Wind und Wetter war Fiede Nissen mit seinem selbst zum Postschiff umgebauten Seenotrettungsboot zwischen Husum und den nordfriesischen Halligen unterwegs, um Briefe und Pakete zu befördern. Dazu stellte ihm die Deutsche Post spezielle salzwasserfeste Transportboxen zur Verfügung. Dennoch war die Zustellung immer mit den Unsicherheiten der Gezeiten verbunden. Fand die Briefbeladung in Husum z.B. wegen Verzögerungen etwas später statt als üblich, musste sich Fiede Nissen bei der Auslieferung beeilen, um die Tour in 4 Stunden zu bewerkstelligen und nicht in die Ebbe zu geraten. Auch in gefährliche Stürme ist der Postschiffer schon hineingeraten, wie er auf seiner Website erzählt.

Im wohlverdienten Ruhestand wird sich Fiede Nissen nur noch um die Vermietung seiner Ferienwohnung auf der Hallig Langeneß kümmern. Den Posttransport per Schiff und Lore übernimmt dann sein Nachfolger Johann Petersen.

In diesem Interview erinnert sich Fiede Nissen an die schwere Sturmflut 1962.



Fiede Nissens Arbeitsplatz: Die Halligen in der Nordsee.


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