Übersichtstabelle zum Paketporto 2021

Was ändert sich beim Porto 2021? Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Das Briefporto ist bis Ende 2021 festgeschrieben und wird sich bis dahin nicht verteuern.
  • DPD, GLS und Hermes haben die Preise um 3% angehoben (wegen Änderung auf 19% USt)
  • DHL stuft Großbritannien in Preiszone 2 (Schweiz) ein. Beispiel: Ein 10kg-Paket kostet 34,99 Euro
  • Hermes BorderGuru bietet ab sofort UK-Versand an. Beispiel: Ein 10kg-Paket kostet 27,99 Euro



Hermes schlägt 3% Umsatzsteuer drauf

Paketda-Leser Christian hat die Hermes-Preisliste 2021 recherchiert (hier als PDF). Daraus geht hervor, dass Hermes die Erhöhung der Umsatzsteuer von 16% auf 19% auf die Preise draufschlägt. Die Steuersenkung im Juli 2020 hatte Hermes ebenfalls an Kunden weitergegeben.

Beim Auslandsversand verteuern sich Hermes-Pakete nach Irland stark, weil das Land in die höchste Preiszone 5 eingestuft wird. In 2020 war Irland noch Preiszone 1. Ein M-Paket nach Irland kostet in 2021 nun 38,90 Euro statt wie früher 18,90 Euro.

Nach Dänemark, Finnland und Schweden können Pakete nur noch mit Online-Paketschein verschickt werden und nicht mit handschriftlich ausgefülltem Paketschein.

Pakete nach Großbritannien werden demnächst über die Tochtergesellschaft Hermes-BorderGuru angeboten. Es gilt die gleiche Preiszone wie für Pakete in die Schweiz.


DHL-Porto 2021

Wenngleich Deutsche-Post-Vorstandsmitglied Tobias Meyer eine Preiserhöhung bei DHL zum Jahreswechsel 2020/2021 ausgeschlossen hat, ist eine Preiserhöhung im Laufe des Jahres 2021 denkbar.

Paketda.de hält es für möglich, dass DHL zur Jahresmitte 2021 eine Preiserhöhung für Privatkunden vornimmt. Eigentlich wollte DHL nämlich schon in 2020 das Paketporto erhöhen, wurde aber von der Bundesnetzagentur daran gehindert (Paketda berichtete). Der Wille zur Portoerhöhung ist bei DHL also vorhanden, nur der Zeitpunkt ist ungewiss.


Preisänderungen 2021 für DHL-Geschäftskunden

DHL-Firmenkunden bleiben von höheren Preisen nicht verschont. Für jedes Standardpaket wird ab 1.1.2021 ein CO2-Zuschlag fällig. Zur Höhe hat sich DHL nicht öffentlich geäußert. Außerdem teilte das Unternehmen mit, dass schwere Pakete ab 20kg überdurchschnittlich teurer werden. Grund sind höhere Aufwände in der Sortierung und Handhabung, insbesondere durch Corona-Schutzmaßnahmen. Quelle: DHL-Pressemitteilung

Was ist mit DHL-Expresspaketen? DHL Express Deutschland hat sich bislang nicht per Pressemitteilung zu Preisanpassungen geäußert. Es gibt bloß einen Bericht der DVZ, wonach eine Preiserhöhung um 4,9 Prozent beabsichtigt ist. Die Erhöhung gelte für Deutschland, Österreich und weitere europäische Länder, wie die DVZ von DHL Express erfuhr.

5 Euro Aufschlag wegen Brexit. In einer Pressemitteilung von DHL Express Austria werden ab 2021 Zuschläge für Expresspakete nach Großbritannien angekündigt. Ursache ist der Aufwand für die Zollabfertigung aufgrund des Brexit.

Reuters berichtet unter Berufung auf einen DHL-Pressesprecher, dass der Aufschlag "mindestens fünf Euro pro Express-Sendung" betragen wird.

DHL-Standardpakete von Geschäftskunden werden ebenfalls mit einem Brexit-Zuschlag bepreist. Unterlagen zufolge, die Paketda zugespielt wurden, beträgt der Zuschlag 4,49 Euro für "DHL Paket International" und 7,49 Euro für "DHL Europaket".


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