Hochkonjunktur für Lastenräder und Elektroautos

Lastenrad von DPD In den letzten Tagen überschlugen sich die Meldungen aller Paketdienste. DPD und GLS setzen noch mehr Lastenräder ein, Hermes bestellt 1500 Elektro-Sprinter, und bei DHL werden schon die Streetscooter knapp. Paketda fasst die Meldungen kurz zusammen.

DPD startet Pilotversuch mit Lastenrädern

Bei DPD in Nürnberg kommen drei neue Lastenräder zum Einsatz, die über einen elektrischen Zusatzmotor verfügen. Die Zusteller beladen ihre Lastenräder in einem innerstädtischen Zwischenlager von DPD (Mikrodepot). Dadurch sei es möglich, dass jedes Lastenrad ein herkömmliches Lieferfahrzeug vollständig ersetze. Die Ladekapazität beträgt 1,45 Kubikmeter oder umgerechnet bis zu 80 Pakete.

Bemerkenswert ist, dass DPD-Mitarbeiter Gerd Seber via Pressemitteilung an Städte und Kommunen appelliert, "noch stärker mit den Paketdiensten zusammenzuarbeiten, um alternative Zustellkonzepte langfristig zu etablieren". Als nämlich die Stadt Hamburg im Jahr 2014 eine solche Kooperation allen Paketdiensten anbot, lehnte DPD das Modell noch ab. Damals nahm nur UPS die Chance wahr und ist seitdem Vorreiter bei der Innenstadt-Belieferung mittels Lastenrad (Paketda berichtete). Immerhin: DPD wird drei Lastenräder zukünftig auch in Hamburg einsetzen. Weitere Städte seien geplant. | Quelle: DPD-Pressemitteilung


Lastenrad von GLS

GLS setzt Lastenrad in Darmstadt ein

In mittlerweile fünf deutschen Städten sind GLS-Zusteller mit Lastenrädern unterwegs. Neuerdings auch in Darmstadt. Unter wissenschaftlicher Begleitung wird dort u.a. analysiert, wie wirtschaftlich die Belieferung der Innenstadt mittels Lastenrad ist. Vorteilhaft sei aus Sicht der Kommune, dass sich der Lieferverkehr besser über den Tag verteile. Das GLS-Lastenrad darf die Darmstädter Fußgängerzone auch nach 12 Uhr befahren, dies ist für normale Lieferfahrzeuge verboten. | Ausführlicher Bericht mit Video bei echo-online.de


Hermes ordert bei Daimler 1500 Elektrofahrzeuge

In den nächsten 3 Jahren wird Hermes 1500 Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz kaufen bzw. leasen. Es handelt sich um die Modelle Vito und Sprinter. Die mittelgroßen bis großen Lieferfahrzeuge sollen in Innenstädten von Ballungszentren eingesetzt werden. In allen anderen Gebieten will Hermes seine Fahrzeugflotte eigenen Angaben zufolge auf "emissionsarme Euro-6-Fahrzeuge? umstellen. Hermes beabsichtigt, bis 2025 sämtliche Pakete in den Innenstädten deutscher Großstädte emissionsfrei zuzustellen. Der Strom für die Elektrofahrzeuge werde zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. | Quelle: newsroom.hermesworld.com


DHL: In Bochum gibt es nicht genug Streetscooter

Im Bereich der Briefzustellung hat die Deutsche Post kürzlich das 1.000ste E-Bike in Betrieb genommen (siehe Pressemitteilung). Es wurde von der Tochterfirma StreetScooter hergestellt, die auch die gleichnamigen Elektro-Lieferwagen für DHL produziert.

Bis zum Jahr 2050 will Deutsche Post DHL übrigens das selbstgesteckte Ziel erreichen, alle "logistikbezogenen Emissionen netto auf null zu reduzieren". In der Modellstadt Bochum sollte das eigentlich schon bis Ende März 2017 realisiert werden. Dieses Ziel hat die Deutsche Post DHL jedoch verworfen, weil die Nachfrage nach StreetScootern im restlichen Bundesgebiet zu hoch sei. Für Bochum gäbe es nicht genug Fahrzeuge und deren Produktion verliefe noch relativ langsam. Quelle: radiobochum.de

Eine gute Nachricht ist, dass der Deutsche-Post-Konzern im Vergleich zum Jahr 2007 seine CO2-Effizienz mittlerweile um 30 Prozent verbessert hat. Ursprünglich war diese Zielerreichung erst im Jahr 2020 geplant. Quelle: energiezukunft.eu


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