DHL Express baut in Dortmund / Postchef Appel gibt Interview / Hermes könnte theoretisch Livetracking anbieten

Neubau von DHL Express in Dortmund

Die Ruhr-Nachrichten haben ein Baustellenschild entdeckt, das auf einen Neubau von DHL Express in Dortmund hinweist.

Das Gebäude entsteht an der Germaniastraße Nr. 60 in Dortmund, wo früher die Spedition Nagel ansässig war. Deren Hallen wurden laut Zeitungsbericht seit März 2020 abgerissen.

Auf dem Baustellenschild ist eine 3D-Grafik des DHL-Express-Gebäudes zu sehen. Es wird über drei sogenannte PUD-Finger verfügen, an denen Lieferwagen be- und entladen werden können. Das Gebäude ähnelt einem vergleichbaren Neubau von DHL Express in Hamburg.



Postchef Appel gibt Interview

Die Zeitung NZZ am Sonntag hat ein Interview mit Frank Appel veröffentlicht. Darin geht es vor allem um Wirtschaftsthemen. Der Chef von Deutsche Post DHL wurde unter anderem zur Corona-Situation in Amerika befragt. Er sieht bei DHL in den USA "keine dramatischen Einbrüche [...] weil wir unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dort mit den gleichen Methoden schützen wie in Deutschland oder in der Schweiz." Im Gegensatz zur US-Staatspost USPS scheint DHL die Situation in den USA also gut zu bewältigen.

Laut Appel habe DHL festgestellt, dass Abstandhalten, Maskentragen und Händewaschen einen besseren Effekt haben als Temperaturmessungen und Desinfizieren.

Der Postchef prognostiziert außerdem eine nachhaltige Veränderung im Einkaufsverhalten. Nach dem Ende der Corona-Pandemie werden viele Menschen weiterhin online bestellen. Im Onlineshopping gebe es eine höhere Markttransparenz, so dass man sich "heute mit dem gleichen Einkommen deutlich mehr kaufen [kann] als noch vor zehn Jahren", sagte Appel zur NZZ.



Hermes könnte theoretisch Livetracking anbieten

Die DVZ berichtet über die Fahrzeugnavigation bei Hermes, die dank optimierter Routenplanung bis zu 7 Prozent Fahrtstrecke einsparen kann. Dieser Aspekt war schon bekannt. Bislang nicht öffentlich bekannt war, dass das Hermes-Navigationssystem alle 15 Sekunden eine Zustellprognose berechnet.

Dazu übertragen die Handscanner jede erfolgreiche Zustellung an das Navigationssystem. Wird eine Lieferadresse vergessen oder in falscher Reihenfolge angefahren, "passt sich das System automatisch an und berechnet die Stopps neu", schreibt die DVZ.

Diese Funktionsweise erinnert an das Livetracking bei DPD und DHL. Dort wird anhand der verbleibenden Stopps (Lieferadressen) die voraussichtliche Lieferzeit eines Pakets berechnet. Theoretisch könnte Hermes also ebenfalls ein Livetracking anbieten, weil die Daten in der Fahrzeugnavigation vorhanden sind.

Knackpunkt ist bloß, dass noch nicht alle Hermes-Lieferwagen mit dem modernen Navi ausgerüstet sind. Laut DVZ sind es aktuell ca. 9.000 Fahrzeuge, und im Laufe des Jahres sollen 3.000 hinzukommen.

Quelle: DVZ via Google News


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