Verdi kündigt Post-Tarifvertrag zum 31.08. / Live-Versandtest mit DPD / Paketräuber in Hamburg-Altona

Verdi wird mit Deutscher Post über neuen Tarifvertrag verhandeln

Am 31. August 2020 endet der aktuelle Tarifvertrag, den die Gewerkschaft Verdi mit der Deutschen Post ausgehandelt hat. Sollte bis dahin kein neuer Tarifabschluss erzielt werden, könnten ab 1. September Streiks drohen. Davon ist zurzeit nicht auszugehen, weil noch gar keine Verhandlungen begonnen haben. Die Verdi-Tarifkommission hat nur beschlossen, den bisherigen Tarifvertrag aufzukündigen. Das sollte eigentlich schon zum 31. Mai 2020 geschehen, wurde wegen Corona aber verschoben.

"Wir stehen zu Gesprächen zur Verfügung", sagte ein Pressesprecher der Post zur Nachrichtenagentur Reuters.

Im Verdi-Mitgliedermagazin (hier online) erklärt die stellvetretende Bundesvorsitzende Andrea Kocsis mit Blick auf die Coronakrise, dass Paketzusteller jetzt mehr Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren würden. "Aber es darf nicht bei der Dankbarkeit bleiben. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass sich diese Wertschätzung auch in guten Einkommens- und Arbeitsbedingungen widerspiegelt.", so Kocsis.



Live-Versandtest: Zwei DPD-Expresspakete ins Coronagebiet

Alle Mitarbeiter des DPD-Depot 141 in Hückelhoven stehen bekanntermaßen unter Corona-Quarantäne (Paketda berichtete). DPD beabsichtigt, die Paketmengen auf umliegende Depots zu verteilen. Dafür kommen Duisburg und Erftstadt-Lechenich in Frage.

Paketda hat zu Testzwecken zwei DPD-Expresspakete in das Einzugsgebiet von DPD Hückelhoven verschickt: 09446784350303 geht nach Brüggen (nördlich von Hückelhoven) und die Sendung 09446784350304 geht etwas südlich nach Jülich.

DPD-Standardpakete in die Region Hückelhoven sind nach Beobachtungen der Paketda-Redaktion derzeit verzögert. Beispielpakete aus dem Paketda-Kundenforum sind: 09446784342991 (seit 18.05.2020 unterwegs), 051189665843936 (seit 14.05. in Hückelhoven), 09446134671652 (seit 15.05. in Hückelhoven) und 01045218994618 (am 20.05. via Erftstadt-Lechenich zugestellt).



Hamburg: Subunternehmer klaute Inhalt aus Paketen

Positive Nachrichten vom Sicherheitsdienst der Deutschen Post DHL: den internen Ermittlern gelang es, einen Subunternehmer aufzuspüren, der wohl im großen Stil Pakete ausgeraubt hat. Der Sicherheitsdienst wurde aktiv, als Ende März die Beschwerden von Postkunden aus dem Westen Hamburgs zunahmen. Kunden berichteten über verschwundene oder geöffnete Pakete.

Der Verdacht fiel schließlich auf einen Subunternehmer, der regelmäßig das Verteilzentrum in Hamburg-Altona ansteuert. Die Post-Ermittler informierten die Polizei, woraufhin ein Fahrzeug angehalten und durchsucht wurde. Im Polizeibericht heißt es:

In dem Fahrzeug befanden sich ein 37-jähriger Mann und eine 18-jährige Frau, beides rumänische Staatsangehörige. Bei der Überprüfung der Ladefläche fanden die Beamten des Polizeikommissariats 21 mehrere Pakete, die augenscheinlich geöffnet und mit Paketband wieder verschlossen worden waren. Entsprechende Utensilien befanden sich ebenfalls in dem Transporter. Darüber hinaus fanden sie darin lose Ware wie Elektronikartikel, Parfüm und hochwertige Bekleidungsgegenstände. Es besteht der Verdacht, dass es sich hierbei um entnommene Artikel handelt. Die Beamten nahmen das Duo daraufhin vorläufig fest.

Kurze Zeit später wurden die Wohnungen der beiden Personen durchsucht, nachdem der Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft entsprechende Beschlüsse erwirkt hatte. In den Wohnungen wurden mehr als 250 Produkte gefunden, die aus Paketdiebstählen stammen könnten. Die Verdächtigen wurden inzwischen wieder freigelassen, die Ermittlungen gegen sie dauern an

Quelle: www.presseportal.de (Anmerkung: Die Polizei nennt die Deutsche Post DHL nicht als Tatort, aber die genannten Orte (Verteilzentrum in Altona / Plöner Straße) lassen nur die Deutung zu, dass das dortige Post-Verteilzentrum gemeint ist.


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