DHL in Bochum im Testbetrieb / Hochautomatisiertes Paketzentrum in Brisbane / Subunternehmer in Augsburg verurteilt

DHL in Bochum

Mega-Paketzentrum Bochum im Testbetrieb

Ende September tauchten die ersten DHL-Pakete auf, die laut Sendungsverlauf im Paketzentrum Bochum bearbeitet wurden (Foto oben). Damit ist klar: der Testbetrieb im neuen Mega-Paketzentrum Bochum startete zeitlich wie geplant.

Der Paketda-Redaktion sind bislang nur eine Handvoll Pakete mit Bearbeitung in Bochum aufgefallen. Das war Anfang 2016 bei der Inbetriebnahme des Mega-Paketzentrums Obertshausen gefühlt anders. Damals beschwerten sich viele Kunden über Pakete, die in Obertshausen festhingen, weil die Abläufe dort noch nicht eingespielt waren. Für Bochum gibt es solche Beschwerden bislang nicht. Ein Ende des Probebetriebs und die richtige Inbetriebnahme sind für Anfang 2020 geplant.



Roboter im Paketzentrum Brisbane

Australische Post mit neuem Paketzentrum in Brisbane

Ähnlich wie bei DHL in Bochum können im heute eröffneten Paketzentrum in Brisbane bis zu 50.000 Pakete pro Stunde bearbeitet werden. Die tägliche Maximalleistung gibt Australia Post mit bis zu 700.000 Paketen an. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um das größte Paketzentrum auf der Südhalbkugel.

Interessant: Während DHL in seinen Mega-Paketzentren jeweils 600 Mitarbeiter beschäftigt, braucht Australia Post nur 500 Mitarbeiter. Das hängt möglicherweise mit der höheren Automatisierung im Paketzentrum Brisbane zusammen. Es werden vier Roboter eingesetzt, die bis zu 320 Gitterboxen pro Stunde auf Sortierbänder auskippen können (siehe Foto oben).

Außerdem kommt ein halbautomatischer Parcel-Picker zum Einsatz zum Entladen von LKW-Containern (siehe Hersteller-Website). Zusätzlich fahren im Paketzentrum 23 autonome Fahrzeuge herum, die Transportboxen bis 1,4 Tonnen Gewicht anheben, bewegen und am Zielort mit 5mm Genauigkeit abstellen können.

Quelle: newsroom.auspost.com.au



Subunternehmer wegen hinterzogener Sozialabgaben verurteilt

Die Augsburger Allgemeine berichtet über einen Paketdienst-Subunternehmer, der von 2010 bis 2012 für seine Mitarbeiter keine Abgaben für die Sozial- und Unfallversicherung gezahlt hat. Er beschäftigte angeblich Dutzende Zusteller als Scheinselbständige. Der Fall wurde erst jetzt vor dem Amtsgericht Augsburg verhandelt.

Der Gesamtschaden soll laut Zeitungsbericht ca. 350.000 Euro betragen. Der Subunternehmer setzte seine Schwester als Strohfrau ein; sie war auf dem Papier Geschäftsführerin des Subunternehmens. Der Hauptbeschuldigte war als Prokurist in dem Unternehmen tätig, führte aber praktisch das Geschäft allein. Deshalb wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt und seine Schwester nur zu 8 Monaten (beides zur Bewährung).

Im Bericht der Augsburger Allgemeinen ist gut beschrieben, wie der Verurteilte von einem Paketdienst als Subunternehmer mit einem "fertigen System auf dem Silbertablett" angeworben wurde. Auch die Vergütung wird beschrieben: angeblich bezahlte der Paketdienst pro zugestelltem Paket 1,45 Euro an den Subunternehmer. Die Zusteller erhielten wiederum zwischen 1,00 und 1,30 Euro pro Paket.

Die Scheinselbstständigkeit der Zusteller kam ans Licht, als einer von ihnen verunglückte und kein Versicherungsschutz bestand.


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