Paketbutler nicht mehr erhältlich / Türschloss-Hersteller Nello insolvent / Wiener sollen Keine-Werbung-Aufkleber entfernen

Paketbutler-Website

Paketbutler nicht mehr erhältlich

Im Mai 2016 brachte die Deutsche Telekom den Paketbutler auf den Markt (www.paketbutler.com). Der Paketbutler ist eine Pakettasche mit digital gesteuertem Zugangsmechanismus. Das System funktioniert wie ein Paketkasten, bloß ohne den Aufwand, einen starren Kasten zu installieren. Der Paketbutler wird vor die Wohnungstür gelegt, sobald man ein Paket erwartet.

Laut Hamburger Abendblatt wurden 20.000 Stück produziert. Unklar ist, ob diese Stückzahl im Laufe der Jahre wirklich verkauft wurde. Fakt ist, dass auf der Paketbutler-Website keine Bestellungen mehr angenommen werden. Es heißt, das Produkt sei nicht verfügbar.

Der Hersteller des Konkurrenzprodukts PakSafe stattete seine Pakettasche anfangs ebenfalls mit digitalem Schloss aus - wechselte dann aber die Strategie. Aus dem PakSafe wurde jegliche Elektronik ausgebaut und stattdessen ein mechanisches Schloss eingebaut. Dadurch wurde PakSafe für Kunden und Zusteller einfacher zu bedienen, weniger störanfällig und außerdem preiswerter. Aktuell (12.10.2019) kostet ein PakSafe knapp 70 Euro. Zum Vergleich: Der Paketbutler hat(te) einen Kaufpreis von 249 Euro.



Türschloss-Hersteller Nello ist pleite

Die Unternehmensgeschichte des Türschloss-Herstellers Nello (www.nello.io) begann im Herbst 2014 mit der Erfindung der Locumi-Pakettasche (wir berichteten). Nachdem sich die Pakettasche am Markt nicht durchsetzte, änderten die Locumi-Gründer 2015 ihr Geschäftsmodell und bastelten an einem Zusatzmodul für Gegensprechanlagen.

Mit dem Nello-Modul, das einen Türsummer per App auslöste, konnte man Lieferdiensten zu bestimmten Zeiten automatischen Zutritt zum Hausflur gewähren. Im Dezember 2018 startete Nello in München sogar den Versuch, Haushalte nachts zu beliefern.

Im Juli 2019 beantragte die Nello-Muttergesellschaft LOCUMI LABS GmbH Insolvenz in Eigenverwaltung. Weil kein Investor gefunden wurde, der das Geschäftsmodell mit frischem Geld am Leben hält, wird Nello seine Server zum 18. Oktober 2019 abschalten. Alle verkauften Nello-Systeme werden dann möglicherweise funktionsunfähig.

Quelle: www.teltarif.de


Österreichische Post Anti-Werbe-Spachtel

Österreichische Post geht gegen Werbeverweigerer vor

Kuriose Aktion der Österreichischen Post: Wer in Wien auf seinem Briefkasten einen "Bitte keine Werbung"-Aufkleber hat, bekommt vom Briefträger einen Gegenaufkleber verpasst. Der soll dazu animieren, Werbepost zuzulassen, um von Rabatten und Angeboten zu profitieren. Auf der Website www.post.at/privat_das_flugblatt.php können sich Postkunden sogar einen kostenlosen Spachtel bestellen, um den "Bitte keine Werbung"-Aufkleber vom Briefkasten abzukratzen.

Welt.de fragte bei der Deutschen Post nach und erhielt die Auskunft, in Deutschland akzeptiere die Post Werbeverweigerer und werde nicht dagegen vorgehen. Ungefähr 25% aller deutschen Haushalte wollen keine Werbepost erhalten.

Weitere Quelle: help.orf.at


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