Österreichische Post profitiert von DHL-Rückzug / Hermes und Nordkurier kooperieren / DPD findet in Österreich nicht genug Zusteller

Wegen DHL: Mengen bei Österreichischer Post schon fast auf Dezember-Niveau

Die "Kleine Zeitung" schreibt, dass die Österreichische Post im August 2019 fast so viele Pakete transportiert hat wie im Spitzenmonat Dezember 2018. Grund war die Aufgabe des Geschäftsbetriebs von DHL Paket Austria und eine damit verbundene Mengensteigerung bei der Österreichischen Post "um rund 30 Prozent auf 10,2 Millionen Stück" im August.

Entsprechende Zahlen erhielt die "Kleine Zeitung" von Peter Umundum, Vorstandsdirektor der Division Paket & Logistik bei der Österreichischen Post. Negativ beeinflusst werden die Paketmengen laut Umundum durch Amazon Logistics, die im Großraum Wien selber ausliefern. Trotzdem ist die Österreichische Post optimistisch: Das eigentlich für 2022 angestrebte Ziel von 150 Millionen bearbeiteten Paketen wird wohl ein Jahr früher erreicht.

Interessant: Laut industriemagazin.at war Amazon angeblich auch an einer Übernahme von DHL Paket Austria interessiert. Die Österreichische Post sei den Amerikanern aber zuvorgekommen, schreibt das Industriemagazin ohne Nennung von Quellen.

Quelle: www.kleinezeitung.at (Bezahlartikel nach Registrierung)



Hermes und Nordkurier-Briefdienst kooperieren

Unbemerkt von der Öffentlichkeit testet Hermes schon seit Anfang 2019 die Verbundzustellung von Briefen und Paketen in Stralsund und auf der Insel Rügen. Zu diesem Zweck kooperiert Hermes mit der Nordkurier-Mediengruppe aus Mecklenburg-Vorpommern.

Rund 100 Zusteller von "Nordkurier Logistik" sind am Pilotprojekt beteiligt. Jeder von ihnen nimmt täglich 20 bis 30 Hermes-Pakete mit auf Tour, so dass sich eine Gesamtmenge von ca. 3000 ausgelieferten Hermes-Paketen pro Tag ergibt.

Hermes erklärt, dass die Kooperation mit dem Nordkurier "im Hinblick auf die sehr knappen Personalressourcen in der Logistikbranche" für beide Unternehmen ein wichtiger Schritt sei. Außerdem hebt Hermes die positiven Effekte für die Umwelt hervor: Täglich werden bis zu 30 Ausliefertouren eingespart, es seien also "30 Transporter weniger auf den Straßen unterwegs, was zu einer erheblichen Verbesserung der Umweltbilanz führt." Quelle: newsroom.hermesworld.com.

In der gleichen Mitteilung sagt Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher allerdings, dass sein Unternehmen aufgrund der Kooperation 30 neue Arbeitsplätze geschaffen habe. Das klingt nach einer Milchmädchen-Rechnung: Hermes spart 30 Mitarbeiter ein, aber Nordkurier stellt die gleiche Anzahl neu ein. Unklar ist, ob die 30 neuen Mitarbeiter in der Zustellung tätig sind. Dann wäre der Umwelteffekt durch eingesparte Touren nämlich auch dahin.

Laut Hermes wird aktuell geprüft, ob die Verbundzustellung auf weitere Städte in Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet wird. Der Nordkurier schreibt in einem eigenen Bericht, dass eine Ausweitung auf die Stadt Waren an der Müritz bereits beschlossen sei. Quelle: Nordkurier bei Facebook



DPD findet in Österreich nicht genug Zusteller

Im ersten Halbjahr 2019 hat DPD in Österreich 3,7 Prozent mehr Pakete transportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum.

DPD-Austria-Geschäftsführer Rainer Schwarz erklärt, dass sein Unternehmen noch mehr Pakete bearbeiten könnte, wenn es mehr Mitarbeiter gäbe. Schwarz wörtlich: "Die größte Herausforderung vor der wir dabei stehen, ist der Mangel an Logistikpersonal. Wir könnten freilich noch schneller wachsen, es fehlen aber nach wie vor mehrere hundert Zusteller - und das in ganz Österreich."

Davon abgesehen will DPD sein Paketshop-Netzwerk in Österreich von aktuell 1.400 Standorten auf 1.750 bis Ende 2020 erweitern.

Quelle: DPD-Pressemeldung bei ots.at


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