Hermes: Otto-Gruppe sucht Investor / Wieder Razzia bei Subunternehmer


Otto-Gruppe würde Teile von Hermes verkaufen

Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf einen Artikel der Börsenzeitung, dass die Otto-Gruppe Anteile (oder sogar die Mehrheit) am Paketdienst Hermes verkaufen würde, sofern sich die Gelegenheit bietet. Quelle des Gerüchts seien Unternehmenskreise. Einen offiziellen Kommentar der Otto-Gruppe gibt es dazu nicht.

Damit Hermes das stark wachsende Paketgeschäft ausbauen kann, werde sehr viel Kapital benötigt, das die Otto-Gruppe nicht allein stemmen kann oder will. Angeblich hätten schon mehrere Investoren Interesse bekundet, Geld bereitzustellen. Im Gegenzug würden die Investoren Anteile an Hermes erhalten. Das Handelsblatt spekuliert, dass Hermes sogar als Aktiengesellschaft an die Börse gebracht werden könnte.

Quelle: handelsblatt.com



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Erneute Razzia bei Subunternehmer

Am Mittwoch, 22. August 2018, gab es bei einem Hermes-Subunternehmer in Schulenburg (bei Hannover-Langenhagen) eine Durchsuchung von Zoll und Polizei. Insgesamt waren 75 Beamte im Einsatz, berichten die Schaumburger Nachrichten.

Es wurden 64 Mitarbeiter des Subunternehmers kontrolliert (der Chef befand sich im Urlaub). Zwei Mitarbeiter konnten vor der Kontrolle flüchten. Laut Zeitungsbericht verfügten nur 14 der 64 Mitarbeiter über korrekte Meldepapiere. Sprich: Bei 50 Mitarbeitern bzw. 80 Prozent der Kontrollierten gab es Unregelmäßigkeiten. 31 Mitarbeiter sollen weder Visum noch Arbeitserlaubnis besitzen.

Der Zoll prüft außerdem, ob angesichts einer durchschnittlichen Arbeitszeit von täglich 11,5 Stunden der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird. Für Hermes sind die Razzien bei Subunternehmern inzwischen wohl Routine. Gegenüber den Schaumburger Nachrichten sagte eine Sprecherin, es handele sich um ein "Regelprozedere" und Hermes unterstütze die Behörden. Eine Erklärung im Hermes-Newsroom, wie sonst bei Razzien üblich, gibt es nicht.

Quellen: sn-online.de und neuepresse.de


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