Post weitet Versuch mit eingeschränkter Briefzustellung aus / Wunschzustellung im Test / Verzögerungen bei Hermes und DPD

Test ausgeweitet: Deutsche Post beliefert Freiwillige nicht mehr täglich

Wie der Weser Kurier und das ZDF berichten, hat die Deutsche Post die "zweite Phase" ihres Pilotprojekts gestartet und die eingeschränkte Briefzustellung auf weitere Regionen Deutschlands ausgeweitet.

Dort haben Postboten einige Kunden angesprochen, ob sie freiwillig auf eine tägliche Zustellung verzichten möchten. Stattdessen werden Briefe gesammelt und entweder an einem Wochentag geliefert oder an drei Wochentagen (Dienstag, Donnerstag, Samstag). Alternativ können sich die Testpersonen für eine werktägliche Belieferung entscheiden (Montag bis Freitag), dann jedoch an ihrem Arbeitsplatz und nicht an der Hausanschrift.

Den Medienberichten zufolge findet das Pilotprojekt der Deutschen Post jetzt in 110 Zustellbezirken statt. In ganz Deutschland gibt es 51.600 Zustellbezirke. Der Test läuft noch bis Mitte Dezember 2017. Die genauen Testregionen hält die Post geheim, damit dort keine Zusteller und Testkunden von der Presse angesprochen und womöglich beeinflusst werden.



Verbraucherzentrale testet Wunschzustellung am Samstag

Die Verbraucherzentralen NRW und Thüringen haben untersucht, wie zuverlässig die Wunschtag-Lieferung von Paketen am Samstag klappt. Weil viele Kunden werktags nicht zu Hause sind, ist der Samstag eine gute Möglichkeit, um Pakete zu empfangen. Allerdings offenbarte der Wunschtag-Test Schwachstellen: Von 40 verschickten Paketen kamen nur 16 am Samstag an. 20 Pakete wurden zu früh geliefert und 4 Pakete zu spät.

Es wurden keine detaillierten Testergebnisse veröffentlicht, die Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit von DHL, DPD, GLS und Hermes ermöglichen. Stattdessen rügte die Verbraucherzentrale ganz allgemein, dass es bei Hermes "besonders haperte" und weder über myhermes.de noch via Kundenservice ein Wunschsamstag vereinbart werden konnte.

Bei GLS bemängelten die Tester, dass nur für 3 von 10 Paketen ein Samstag als Liefertermin ausgewählt werden konnte. Denn GLS bietet nur in wenigen Städten eine Samstagszustellung an. Die Verbraucherzentrale wählte bei den betroffenen GLS-Testpaketen stattdessen einen Freitag als Wunschtermin. | Quelle: Pressemitteilung Verbraucherzentrale NRW



Verzögerungen bei Hermes und DPD

Hermes: Die Paketda-Redaktion verzeichnet momentan ein erhöhtes Beschwerdeaufkommen über Lieferverzögerungen bei Hermes. Betroffen sind viele Regionen Deutschlands und nicht bloß der Großraum Erfurt / Gotha, wo es neulich zu einer Razzia mit Festnahme illegaler Paketzusteller kam (wir berichteten).

Einige Kunden berichteten uns von 30-minütigen Wartezeiten an der Hermes-Hotline. Schriftliche Anfragen an Hermes sollen teilweise so langsam bearbeitet werden, dass Pakete mit Adressklärung nicht rechtzeitig korrigiert werden und es zu Retouren kommt.

DPD hat im Großraum Berlin Verzögerungen eingeräumt (Quelle: morgenpost.de). Grund sei eine Neuordnung von Lieferbezirken. Die Probleme sollen ab erster Oktoberwoche behoben sein.


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