Andrea Kocsis von Verdi: DHL Delivery beschäftigt teilweise Subunternehmer

Foto von Andrea Kocsis Der General-Anzeiger Bonn hat die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi interviewt; Andrea Kocsis. Dabei ging es vor allem um die Themen Arbeitsbedingungen bei DHL bzw. bei den Tochtergesellschaften DHL Delivery. Das Interview gibt es hier bei www.general-anzeiger-bonn.de.

Der große Poststreik im Jahr 2015 habe in einigen Betrieben "zu dauerhaften Konflikten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern geführt". Aber vielerorts arbeiteten die Parteien inzwischen wieder gut zusammen, teilte Kocsis mit.

Eine Kernforderung konnte Verdi beim Poststreik 2015 nicht durchsetzen, nämlich die DHL-Delivery-Gesellschaften abzuschaffen. In diesen Tochterfirmen beschäftigt DHL Paketzusteller. 2015 versprach DHL, dass die Paketzusteller feste Arbeitsverträge erhalten würden. Das funktionere auch ganz gut, so Kocsis: "Es gibt klare Vereinbarungen, dass Mitarbeiter nach einer festgelegten Zeit unbefristet angestellt werden. Damit gibt es endlich eine Perspektive für diese Mitarbeiter. Das funktioniert in weiten Teilen ganz gut."

Ein Manko sei allerdings, dass einige Delivery-Gesellschaften nicht nur eigenes Personal beschäftige, sondern auch Subunternehmen beauftrage. Dazu Kocsis: "Wenn aus den Delivery-Gesellschaften heraus Subunternehmer beschäftigt werden, dann unterscheidet sich die Deutsche Post in keiner Weise mehr von anderen Paketdienstleistern."

Außerdem ging die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende auf den generellen Personalmangel in der Logistik-Branche ein. Der Arbeitsmarkt sei leergefegt. Und einige Mitarbeiter würden die Arbeit als Paketzusteller wieder aufgeben, sobald sie eine besser bezahlte Stelle gefunden hätten.

Auch Hermes hat die Personalknappheit bereits als Problem erkannt (Paketda berichtete).


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