Weihnachtgeschäft bei Hermes: Paket-Obergrenzen für einige Großkunden

Hermes-Zusteller mit Paket im Schnee Hermes bereitet sich auf das Weihnachtsgeschäft 2017 vor, das praktisch schon im Spätsommer begonnen hat. Seitdem hat "Hermes so viele Sendungen transportiert wie zuletzt im Weihnachtsgeschäft 2016", wie das Unternehmen mitteilte (vgl. newsroom.hermesworld.com). Eine Folge der unerwartet hohen Paketmengen waren regionale Transportverzögerungen, die nach Beobachtungen der Paketda-Redaktion noch immer vorkommen.

Auch Hermes selbst schließt "vorübergehende Kapazitätsengpässe" in den kommenden Wochen nicht aus. Die Ursachen können sowohl in den Logistik- und Verteilzentren liegen als auch bei lokalen Subunternehmern, die nicht genug Zusteller finden. Eigenen Angaben zufolge beschäftigt Hermes in der Vorweihnachtszeit "bis zu 6.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitmitarbeiter", die über Zeitarbeitsfirmen engagiert werden oder befristete Arbeitsverträge erhalten.

Um die eigenen Kapazitäten nicht zu überlasten, vereinbart Hermes "mit einzelnen Onlinehändlern erstmals regionale Mengenobergrenzen". Die Begrenzungen sind vermutlich je nach Zielregion unterschiedlich. Verschickt ein Onlinehändler z.B. extrem viele Pakete nach Berlin, könnte Hermes hier vielleicht einen Riegel vorschieben, wohingegen der Versand in weniger belastete Regionen weiterhin erlaubt wäre. Wahrscheinlich spielen auch die Sortierkapazitäten der Logistikzentren eine Rolle bei der Berechnung der Mengengrenzen.

Dirk Rahn, Geschäftsführer Operations von Hermes Germany, stellt klar, dass die Mengenobergrenze nicht für Privatpakete gilt. Er erwartet ein Weihnachtgeschäft, "das die gesamte deutsche Logistikbranche vor eine Kraftprobe stellen wird."

Paketda empfiehlt Onlinehändlern, Waren nicht bloß mit einem einzigen Paketdienst zu verschicken. Wird das Versandvolumen auf zwei oder drei Paketdienste aufgeteilt, lässt sich bei Überlastung eines Paketdienstes das Volumen relativ schnell umverteilen. Wer als Firmenkunde hingegen nur einen einzigen Paketdienst als Vertragspartner hat, wird im Weihnachtsgeschäft kurzfristig keine Alternative finden. Eine gute Möglichkeit zum Versand mit mehreren Paketdiensten ist die Abwicklung über Online-Versandportale, die eine einheitliche technische Schnittstelle für alle Paketdienste bereitstellen. Dadurch sinkt der administrative Aufwand für Onlinehändler.


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