Will sich GLS gegen Mindestlohn-Verstöße absichern?

Mit dem ab 2015 geltenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde steigt auch der bürokratische Aufwand für viele Unternehmen; sie müssen Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter aufschreiben und bei behördlichen Kontrollen vorzeigen können.

Für einige Branchen wie z.B. Zeitungs- und Paketzusteller sollte es per Verordnung aus dem Finanzministerium eigentlich weniger strenge Aufzeichnungs-Vorschriften geben, wir berichteten kürzlich darüber. Beim Paketdienst GLS will man sich offenbar vorsorglich absichern und nicht dafür haften, wenn selbstständige Subunternehmer gegen das Mindestlohngesetz und/oder die Aufzeichnungspflichten verstoßen.

Das lässt ein GLS-internes Schreiben vermuten, das von Verdi-Gewerkschaftssekretär Sigurd Holler aus Koblenz bei Facebook veröffentlicht wurde - siehe unten. Die Echtheit des Dokuments lässt sich nicht nachprüfen. Abwegig wäre es jedoch nicht, wenn sich die GLS-Zentrale vor Verfehlungen ihrer Subunternehmer schützt. Denn es drohen Geldbußen bis zu 500.000 Euro bei Verstößen gegen das Mindestlohngesetz - so steht es in dem geleakten GLS-Dokument.



Reportage aus dem Jahr 2011:


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