Livetracking in GLS-App aufgetaucht

Screenshots vom GLS-Livetracking
Als GLS im Dezember 2017 ein Update der GLS-Smartphone-App veröffentlichte (Download-Links hier), wurde damit auch eine neue Livetracking-Funktion eingeführt. Dieses Livetracking gibt es nur in der App und nicht auf der GLS-Website.

GLS hat das Livetracking wohl absichtlich nicht an die große Glocke gehängt, weil die Funktionen nicht ganz ausgereift sind. Im iTunes-Store gibt es einige Bewertungen von Nutzern, denen das Livetracking prinzipiell gefällt, aber die die konkrete Umsetzung bemängeln.

Im Vergleich zum Livetracking bei DPD berechnet GLS keine voraussichtliche Liefer-Uhrzeit. Der Empfänger sieht lediglich die Position des Lieferwagens auf einer Karte und muss sich selber einen Reim darauf machen, wann der Zusteller die Lieferanschrift wohl erreicht. In der Praxis gelingt das jedoch nicht, weil Paketzusteller je nach Anzahl der geladenen Pakete unterschiedlich lang für eine Wegstrecke benötigen, die ein normaler Autofahrer z.B. in 20 Minuten schafft.

Ähnlich wie bei DPD beruht das GLS-Livetracking (wahrscheinlich) nicht auf echten GPS-Daten. Die Fahrzeug-Position verändert sich nämlich nur in langen Intervallen von mehreren Minuten. Manchmal erscheint auch die Fehlermeldung, dass derzeit gar keine Livetracking-Daten verfügbar sind.

Trotz des erheblich eingeschränkten Livetrackings ist es zu begrüßen, dass GLS so eine Funktion überhaupt entwickelt hat. Der oberste GLS-Chef Rico Back sagte nämlich kürzlich in einem Interview mit der DVZ, dass das Privatkundengeschäft in Deutschland keine Top-Priorität für GLS habe. Zitat: "GLS ist fokussiert auf eine Zufriedenstellung in der gewerblichen Zustellung." In Deutschland beliefert GLS zu 70 Prozent Geschäftskunden.


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