Bundeswehr verschickte Waffen mit Hermes

Wie die BILD-Zeitung berichtet, hat die Bundeswehr den Paketdienst Hermes mit einer Waffenlieferung beauftragt. Der Fall wurde nur deshalb öffentlich bekannt, weil ein verunglückter Hermes-Transporter in einer Hamburger Werkstatt repariert werden musste. Beim Umladen der Pakete in 2 andere Transporter bemerkten Werkstatt-Mitarbeiter die brisante Ladung (Sturmgewehre G36 und Pistolen) und informierten die Polizei.

Die Polizei beschloss, die Hermes-Transporter auf ihrer Weiterfahrt unauffällig zu observieren. Der Verdacht: illegaler Waffenschmuggel! Einer der Wagen fuhr nach Süden und wurde in Bayern gestoppt, der andere fuhr weiter in Richtung Norden bis kurz vor die dänische Grenze. Zur Verfolgung der Hermes-Fahrzeuge wurden auch Hubschrauber eingesetzt, so die BILD.

Dann die Überraschung: Nach dem Zugriff der Polizei konnten die Hermes-Fahrer gültige Transportpapiere vorweisen. Sie beförderten die Waffen offiziell im Auftrag der Bundeswehr. Oberstleutnant Ludger Terbrüggen, Sprecher der Streitkräftebasis Bonn, sagte gegenüber der BILD: "Nach unseren Kenntnissen liegen keine Verstöße gegen geltende Gesetze wie das Kriegswaffenkontrollgesetz vor."

Warum gefährliche Gewehre und Pistolen ohne spezielle Sicherung und Bewachung mit einem Paketdienst verschickt wurden, und ob dies regelmäßig vorkommt, ist bislang noch unklar.


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