Auch Bundeswehr-Raketen kommen per Paketdienst

Wie die BILD-Zeitung kürzlich berichtete, verschickte die Bundeswehr mit dem Paketdienst Hermes Pistolen und Sturmgewehre. Und zwar ohne spezielle Sicherung oder Bewachung der Fahrzeuge. Die heiklen Transporte flogen erst auf, als ein Hermes-Transporter in die Werkstatt musste und die Mitarbeiter dort misstrauisch wurden.

Nun musste die Bundeswehr aufgrund weiterer BILD-Recherchen zugeben, noch viel gefährlichere Waffen per Standard-Paketdienst zu befördern. "Sogar Luftabwehrraketen vom Typ Stinger und andere schwere Waffen werden mit privaten Logistikfirmen und deren Subunternehmern transportiert", schreibt BILD.

Solche als "besonders gefährlich" eingestuften Waffen werden allerdings mit Feldjäger-Begleitschutz gesichert.

Katharina Fegebank, Spitzenkandidatin der Hamburger GRÜNEN, wittert bereits einen Skandal: "Sturmgewehre neben Weihnachtsgeschenken per Paketbote zu versenden - eine Ungeheuerlichkeit.", zitiert BILD die Politikerin.

Die Bundeswehr hingegen beteuert, nach Recht und Gesetz gehandelt zu haben. Private Waffentransporte seien nicht verboten und die Bundeswehr erfülle alle Auflagen.


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