Die Geheimnisse von Poststempeln

Damit Briefmarken nicht doppelt verwendet werden, stempelt die Post sie ab. Auf dieser Seite erfährst du, welche Infos man aus einem Poststempel herauslesen kann.


Merkmale eines Stempelabdrucks

Briefmarke mit Stempel

A = Unterscheidungsbuchstabe. In jedem Briefzentrum gibt es mehrere Stempelmaschinen. Mit diesen Buchstaben-Codes kann man sie unterscheiden. Stempel in Postfilialen haben auch Unterscheidungsbuchstaben.

B = Nummer des Briefzentrums der Absenderregion. Wurde der Brief nicht in einem Sortierzentrum abgestempelt sondern in einer Filiale, so steht an dieser Stelle der Ortsname der Filiale. Eine Landkarte mit allen Briefsortierzentren in Deutschland findest du hier bei Wikipedia.

C = Uhrzeit der Stempelung. Es wird nur die Stunde angezeigt und keine Minuten. Beispiel: 18 bedeutet, dass der Brief zwischen 18:00 und 18:59 Uhr gestempelt wurde.

D = Datum, an dem der Brief im Briefzentrum der Absenderregion bearbeitet wurde. In vielen Briefzentren wird übrigens auch am Sonntag gearbeitet. Dadurch wird gewährleistet, dass die Post rechtzeitig am Montagmorgen bereit ist, um den Empfängern zugestellt zu werden.

E = Werbestempel oder Werbeklischee. In jedem Briefzentrum gibt es Werbestempel mit Sehenswürdigkeiten der Region. Hier ist das Celler Schloss abgebildet, weil sich das Briefzentrum 29 im Ort Celle in Niedersachsen befindet.



Entwertung mit einem Muster aus Wellen

Auf dem nächsten Bild siehst du einen Briefumschlag, der mit einer modernen Methode "gestempelt" wurde. Anstatt eines Stempels wurden nämlich Wellen über die Briefmarke gedruckt, um sie zu entwerten. Dieses neue Verfahren nutzt die Post immer öfter in ihren Briefzentren.

Der Wellendruck enthält die Nummer des Briefzentrums, einen Unterscheidungsbuchstaben, das Tagesdatum sowie die Stunde der Entwertung. Also die gleichen Angaben wie bei einem "normalen Stempel".

Briefmarke mit Stempel



Elektronische Frankierung: Kein Stempel notwendig

Firmen versenden jeden Tag sehr viel Post. Für sie wäre es aufwändig, jeden einzelnen Brief mit einer Briefmarke zu bekleben. Deshalb gibt es Frankiermaschinen, die sogenannte Matrixcodes auf Briefumschläge aufdrucken. Die Matrixcodes sehen ähnlich wie QR-Codes aus. Jeden Code gibt es nur ein einziges Mal.

Die Matrixcodes enthalten unter anderem die Versandart und die Höhe des Portos. Im Briefzentrum werden die Werte ausgelesen, kontrolliert und dann digital entwertet. Ein Poststempel ist nicht notwendig. Die Sortiermaschinen der Post speichern automatisch alle Matrixcodes, die sie kontrolliert haben. Die unerlaubte Wiederverwendung eines "gebrauchten" Codes würde auffallen. Solche Briefe werden dann aussortiert und an den Absender zurückgeschickt.

Briefmarke mit Stempel

Und welchen Zweck haben die orangen Balken unten auf dem Briefumschlag? Diese neonfarbenen Strichcodes werden im Briefzentrum aufgedruckt. Darin ist die Adresse des Empfängers verschlüsselt. Das System funktioniert ähnlich wie Strichcodes auf Lebensmitteln. Sortiermaschinen scannen die Codes und erkennen dadurch blitzschnell den Zielort des Briefs.