Wissenswertes zur Handscanner-Technik bei Hermes

► Hermes ersetzt seit Ende 2018 die klassischen Handscanner durch Smartphones mit Touchscreen. Lesen Sie darüber mehr in diesem Artikel.

Die nachfolgenden Informationen beziehen sich auf Altgeräte, die nach und nach ersetzt werden.



Casio war erster Hersteller der Hermes-Handscanner

Als Hermes im Jahr 2002 flächendeckend alle Zusteller mit Handscannern ausrüstete, und die Unterschriftslisten auf Papier somit verschwanden, wurden die Geräte von Casio geliefert (vgl. Abbildung rechts). Es handelte sich um das Modell DT-810 mit 10 MB RAM und einer speziell für Paketdienste entwickelten Software.

Der Paketzusteller scannt zuerst den Barcode vom Paketlabel und lässt anschließend den Kunden den Empfang auf dem Touchscreen quittieren. Die Geräte konnten außerdem Nachnahme-Beträge berechnen und Nachbarschafts-Abgaben speichern. Nach Rückkehr ins Depot erfolgte ein Datenabgleich und die erfolgreichen Zustellungen wurde in der Online-Sendungsauskunft von Hermes sichtbar.

Hermes führte die Handscanner unter dem Projektnamen Medea ein, was "Mobile Erfassung von Daten und Elektronische Archivierung" bedeutet. Dieses Prinzip hat sich bis heute im Grunde nicht geändert, außer dass die Technik leistungsfähiger und schneller wurde.


Moderne Handscanner von Motorola für Hermes

Im Jahr 2011 entschied sich Hermes für eine neue Generation von Handscannern des Herstellers Motorola; es handelt sich um das Modell MC9500. Der große Vorteil dieser Geräte ist ihre Funkverbindung zur Hermes-Zentrale via GPRS.

Dadurch können z.B. Zustellquittungen laufend übertragen werden und erscheinen schon kurze Zeit nach Auslieferung in der Hermes-Sendungsverfolgung. Desweiteren zeigt der Handscanner den Verlauf der Zustelltour an bzw. an welcher Anschrift der Bote als nächstes stoppen muss.

Die Hermes-Handhelds ermöglichen es den Mitarbeitern außerdem, ins Hermes-Verteilzentrum zurückgebrachte Pakete oder Zwischenlagerungen von Paketen zu dokumentieren. Die auf den Hermes-Handscannern verwendete Software wurde von der Firma PDS Entwicklungs- und Service GmbH hergestellt. Dieses Unternehmen war auch schon bei der Einführung der allerersten Casio-Handscanner bei Hermes beteiligt.


Spezielle Scanner für Hermes-Paketshop

Im Hermes-Blog werden weitere Scannertypen erwähnt, unter anderem ein spezieller Paketshop-Scanner. Damit erfassen Paketshop-Mitarbeiter die Paketausgabe an Kunden sowie die Einlieferung von Paketen durch Kunden. Außerdem soll ein Datenaustausch mit den Scannern der Hermes-Zusteller möglich sein.

Von Hermes-Kunden wird der Paketda-Redaktion häufig folgendes Phänomen geschildert: Nachdem ein Hermes-Paket in einem Paketshop abgegeben wurde, erscheint die Einlieferung nicht sofort in der Sendungsverfolgung. Obwohl das Paket im Paketshop korrekt eingescannt wurde und der Kunde einen Einlieferungsbeleg erhalten hat.

Stattdessen wird der Einlieferungs-Status in der Sendungsverfolgung solange unterdrückt, bis ein Hermes-Fahrer das Paket aus dem Paketshop abgeholt hat. Erst dann erscheint die Meldung, dass die Sendung im Paketshop eingegangen ist, was dann häufig schon einen halben oder ganzen Tag her ist.