Funktionen des Handscanners der GLS-Zusteller

Das wohl wichtigste Arbeitsmittel - neben den Paketen - ist für GLS-Mitarbeiter sicherlich der Handscanner (kurz HSC). Immer am Hosenbund befestigt und griffbereit wird er bei jedem Arbeitsschritt benötigt: Einladen, Zustellen, Retoure, etc. An allen nicht-automatischen Identifikationspunkten (= i.d.R. außerhalb vom Depot) wird mit dem Handscanner gearbeitet. Abgesehen vom Touchscreen mit digitaler Unterschriftenerfassung kann der GLS-Handscanner noch vieles mehr.

GLS Handscanner

Berechnung der Zustellroute: Das Gerät zeigt dem Fahrer an, welche Adresse als nächstes angesteuert werden soll. Weil beim Beladen eines Fahrzeugs jedes Paket mit dem Handscanner erfasst wird, liegt auch die Zustelladressen der geladenen Pakete vor. Sie sind verschlüsselt im Barcode enthalten, der auf jedem Paket klebt. So kann eine kleine Software auf dem Handscanner berechnen, welche Auslieferungstour die kürzeste ist.

Kommunikation mit dem Depot: Wenn kurzfristig ein eiliges Expresspaket bei einem Kunden abgeholt werden soll, kann die GLS-Zentrale dem Fahrer eine Nachricht auf den Handscanner schicken. Hierzu muss das Mobiltelefon des Zustellers per Bluetooth mit dem Handscanner gekoppelt werden. Sodann startet der Nachrichtenaustausch und es werden z.B. die Meldungen über zugestellte Pakete an den GLS-Zentralrechner übermittelt. Kurze Zeit später sieht der Kunde den Status in der Sendungsverfolgung. Falls ein Zusteller kein Mobiltelefon mitführt, erfolgt der Datenabgleich erst nach Rückkehr ins Depot - deshalb kann es manchmal zu verzögerten Statusmeldungen in der Online-Paketverfolgung kommen.

GLS HandscannerDas Gerät: GLS setzt in Europa insgesamt ca. 18.000 Handscanner vom Typ Motorola 3090 ein. Das Gerät wurde von Motorola in enger Abstimmung mit IBM und GLS entwickelt und zeichnet sich durch hohe Robustheit aus. Außerdem kann der Scanner jegliche Art von Barcodes lesen; neben herkömmlichen Strichcodes auch die neuen 2D-Matrixcodes. Bei Bedarf kann das Gerät sogar hochauflösende Fotos machen (z.B. bei Transportschäden). Die neuen Handscanner wurden von GLS im Jahr 2008 erstmals eingeführt.

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