Posts by Paketda-Redaktion

    In dem Bericht https://www.paketda.de/news-pa…nachrichtigungskarte.html schreibt ein Kommentator, dass man die Benachrichtigungskarte mit der DHL-App einscannen muss. Und dann kann man angeblich die appgesteuerte Packstation öffnen, um das Paket zu entnehmen. Finde ich aber sehr kunden-unfreundlich von DHL. Man sollte Senioren nicht zwingen, ein Smartphone zu benutzen und noch extra einen Datentarif zu buchen - extra nur für die DHL-Packstation.

    Dieses Phänomen bzw. Ärgernis habe ich in letzter Zeit von mehreren Nutzern gehört. Ich veröffentliche mal einen Artikel dazu. Vielleicht bekommt DHL das Problem dann mit und behebt es. Kann ja nicht sein, dass großflächig Pakete an appgesteuerte Packstationen umgeleitet werden.

    Sie könnten versuchen, für die Seniorin unter http://www.dhl.de/nochmal-zustellen zu beauftragen, dass das Paket erneut an ihrer Hausanschrift zugestellt wird. Funktioniert aber nicht immer.

    Für das Paketzentrum Krostitz erhalten wir bei Paketda überdurchschnittlich viele Kundenbeschwerden. Das Paketzentrum war auch schon in der örtlichen Presse, weil andere Kunden ebenfalls bemängeln, dass DPD-Zusteller nicht zur Hausanschrift liefern sondern Pakete direkt in Paketshops bringen.

    Möglicherweise hat DPD im Raum Krostitz zu wenig Personal im Einsatz, so dass es die Zusteller nicht schaffen, jeden Empfänger persönlich zu beliefern. Aus Kundensicht haben Sie natürlich Recht, dass Sie Anspruch auf Lieferung zur Hausanschrift haben. Praktisch kann man das aber nicht durchsetzen. Die Zusteller sitzen am längeren Hebel.

    Das ist eine ganz neue Masche... habe ich in dieser Form noch von keinem anderen Nutzer gehört.

    Sie könnten das vermeiden, indem Sie DPD-Pakete bereits vor dem ersten Zustellversuch an einen DPD-Paketshop umleiten lassen. Laden Sie sich dazu am besten die DPD-Smartphone-App herunter. Dort kann man eine Paketumleitung einstellen. Entweder für jedes Paket separat oder generell für alle ankommenden DPD-Pakete.

    Gegen die unberechtigt eingebuchte Annahmeverweigerung kann man sich als Kunde tatsächlich nicht wehren. DPD müsste eigentlich mal mit dem Zusteller sprechen - aber daran haben die wohl kein Interesse, sonst hätte Ihre telefonische Beschwerde etwas bewirkt. Hinzu kommt, dass die Zusteller nicht direkt bei DPD angestellt sind sondern bei Subunternehmen.

    Warum der Zusteller einfach eine Annahmeverweigerung einbucht, ist fraglich. Er spart sich dadurch die Arbeit, das Paket zu einem DPD-Paketshop zu bringen. Und er spart sich die Arbeit, am nächsten Tag einen neuen Zustellversuch zu unternehmen.

    Erlaubt ist so ein Vorgehen natürlich nicht, Sie können theoretisch von DPD Schadenersatz fordern, falls Ihnen durch die vorgespiegelte Annahmeverweigerung Kosten entstanden sind. Aber mir ist kein Kunde bekannt, dem das schon einmal gelungen ist.

    Ihre praktische Herangehensweise ist am besten: nichts bestellen, was mit DPD geliefert wird.

    Warum DPD so große und langanhaltende Probleme in Krostitz hat, kann ich mir auch nicht erklären. Vielleicht bezahlt der dortige DPD-Subunternehmer zu niedrige Löhne und findet deshalb nicht genug Personal. Ihre Entscheidung ist richtig, lieber Onlineshops auszuwählen, die nicht mit DPD versenden.

    Solche vorgetäuschten Zustellversuche kommen leider bei vielen Paketdiensten vor. Es hängt von der individuellen Arbeitseinstellung des Zustellers ab, ob er korrekt arbeitet oder nicht. Manche Zusteller wollen sich die Arbeit erleichtern, indem sie Zustellversuche vortäuschen.

    Die Krone setzt der DPD-Kundenservice dem Fall auf, indem man die eigene Verantwortung auf Amazon abschiebt. Anstatt das Fehlverhalten des Zustellers im Depot Norderstedt-Harksheide einzuräumen, schiebt DPD die Schuld auf Amazon. Obwohl Amazon überhaupt nichts für die Situation kann.

    Im Gegenteil: Amazon hat bei DPD den Expressversand beauftragt und teuer bezahlt. Durch den vorgetäuschten Zustellversuch hat sich DPD schadenersatzpflichtig gemacht.

    Weil das Vertragsverhältnis zwischen Amazon und DPD besteht, ist es für Sie als Paketempfänger schwierig bis unmöglich, DPD in Haftung zu nehmen.

    Aus praktischer Sicht ist es tatsächlich am besten, wenn Sie bei Amazon reklamieren und dort das Porto zurückverlangen. Falls Sie Prime-Kunde sind, verlangen Sie eine zusätzliche Entschädigung. Andere Kunden berichten uns, dass Amazon einen Gratismonat Prime spendiert, wenn ein Prime-Paket unpünktlich geliefert wird.

    Sie können bei Amazon auch darum bitten, dass DPD-Versand für Ihr Kundenkonto in Zukunft gesperrt wird. Denn vorgetäuschte Zustellversuche bei Expresspaketen sind ein No-go.