Viele unandressierte Pakete in der Packstation...

  • Gestern habe ich zufälligerweise meinen DHL Stammzusteller an der Packstation getroffen, da ich selbst dort eine Sendung abholen wollte, musste ich warten bis er mit seiner Arbeit dort fertig war.

    Was ich auffällig fand, er hat dort bestimmt 20 Sendungen aus den einzelnen Fächern rausgeholt, die komplett unadressiert waren. Für jede Sendung hat er mit seinem Handscanner einzeln ein Label ausgedruckt, was genau drauf stand konnte ich nicht sehen, wollte ihm ja auch nicht zu nah auf die Pelle rücken :) Lediglich ca. 5 Sendungen waren fertig adressiert.

    Anschließend reingelegt hat er lediglich eine handvoll Sendungen, Samstags scheint die Quote der direkt an den Haustüren zustellbaren Sendungen wohl ganz gut zu sein...

    Beim reinlegen der ersten Sendung sind gleich drei oder vier Fächer unterschiedlicher Größe aufgesprungen und danach für jede weitere Sendung immer ein neues Fach.


    Fand es ganz interessant, hätte nicht gedacht dass so viele Sachen unverpackt / unadressiert zurückgeschickt werden.

  • Dürfte eine von den Packstationen gewesen sein, die sich nur mit der App bedienen lassen und keinen Drucker haben.
    Seit ich "meine" Packstation am ALDI habe, die einen Drucker hat, fahre ich dorthin. Dann lasse ich mir durch Einscannen des QR-Codes von AMAZON selbst das Etikett drucken. Danach startet man einfach den Einstellprozess.


    Trotzdem scheinen die Zusteller die displaylose Packstation mehr zu mögen, obwohl ich gedacht habe, die klassischen Packstationen seien mit dem großen Touch-Display bequemer. Aber offenkundig ist das Einstellen der Sendungen effizienter, weil das über den Handscanner gesteuert ist.
    Tatsächlich hat mir ein Zusteller, den ich bei der Befüllung gefragt habe, das erklärt:

    Bei der Displaybedienung muss er mit jedem Paket wieder zum Display in der Mitte laufen und das Paket drehen und wenden. Beim Handscanner braucht er mit dem Laser nur einen Schuss und kann Paket und Handscanner gleichzeitig halten und hat dann Packstation-Einlagerung und Zustellmeldung gleichzeitig erledigt.


    Kann mir aber gut vorstellen, dass die Management-Idee, auch unadressierte und gar unverpackte Sendungen einlegen zu können, für den Zusteller keine schöne Sache ist. Gestehe, dass ich das unadressiert bei Verkündung auf Paketda auch mal ausprobiert habe.


    Problem wird halt sein, dass die Zeiten so langsam enden, dass die Leute daheim einen PC und Drucker haben, um sich Versandlabels zu drucken. Und jeder Sendung automatisch einen Retourenaufkleber beizulegen, ist nicht nachhaltig und steigert die Retourenquote.

  • Bei der Displaybedienung muss er mit jedem Paket wieder zum Display in der Mitte laufen und das Paket drehen und wenden.

    ohja, das stimmt wohl, er ist die ganze Zeit nur hin- und her gerannt zwischen Bildschirm und den einzelnen Fächern. Dachte mir auch, irgendwie ist das ziemlich ineffizient...


    Quote

    Problem wird halt sein, dass die Zeiten so langsam enden, dass die Leute daheim einen PC und Drucker haben, um sich Versandlabels zu drucken. Und jeder Sendung automatisch einen Retourenaufkleber beizulegen, ist nicht nachhaltig und steigert die Retourenquote.


    Nachvollziehbar, aber zumindest bei uns im Ort kann man glaub ich die Retourenquote wohl kaum noch steigern, nachdem ich das gestern mit ansehen musste. Ich persönlich bin da wohl anders gestrickt, ich schicke höchstens mal was zurück, wenns defekt ist oder falsch geliefert wurde, und das kommt eher selten vor. Und wenn, dann fühle ich mich irgendwie wohler wenn ich meine Sendung selbst adressiere.

  • Ich bin fast jeden Morgen in einem kombinierten Hermes/DPD/GLS-Paketshop (Bäcker). Zu dem Zeitpunkt stehen dann die von den Fahrern abzuholenden Sendungen neben der Theke bereit.

    So rund um Weihnachten herum und auch noch in den ersten Januarwochen war das schon abartig. Jeden Tag mehr als 200 Retouren, obwohl dieser Paketshop nur 2 kleinere Gemeinden "versorgt".


    Meiner Meinung nach sollte man das Gesetz dahingehend ändern, dass der Käufer alle Versandkosten (sowohl Hin- als auch Rücksendung) komplett selbst zu tragen hat, wenn es sich nicht um einen Defekt oder eine Fehllieferung handelt. Dafür kann dann ja der Hinversand ansonsten erstmal kostenlos sein, das kann ja jeder Händler einpreisen.


    Letztendlich bezahlt diesen Retourenirrsinn sonst jeder Kunde über den Artikelpreis mit.

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