Test: Deutsche Post Basis-Sendungsverfolgung per Matrixcode-Marke und Internetmarke bei Brief und BüWa

  • Guten Tag zusammen,


    aus Interesse und auch auf Grund dieses Beitrags würde ich gerne einmal die Basis-Sendungsverfolgung für Briefe und BüWa etwas mehr testen.


    Unter anderem folgende Fragen möchte ich dabei klären:

    • Gibt es ein Limit für die einer Sendung zugeordneten Sendungsnummern?
    • In welchen Bereichen auf der Sendung werden Briefmarken gescannt?
    • Gibt es bei BüWa einen Unterschied zwischen klassischen Briefmarken und Internetmarken?
    • Werden Internetmarken mit einem Portowert für BüWa überhaupt gescannt?
    • Ist die Abgabestelle der Sendungen relevant für die Zuverlässigkeit der Scans?
    • Sind in einer Filiale abgegebene Briefe bzw. BüWa schneller beim Empfänger?


    Dazu würde ich gerne jeweils diverse Sendungen (gemischt Briefe und BüWa) an verschiedene Personen versenden und zwar frankiert mit...

    • [BüWa und Brief] mehreren 5 Cent Matrixcode-Briefmarken, Abgabe in Filiale
    • [BüWa und Brief] mehreren 5 Cent Matrixcode-Briefmarken, Einwurf in Briefkasten
    • [BüWa] einer genau passenden Internetmarke, Einwurf in Briefkasten
    • [BüWa] mehreren Internetmarken, Einwurf in Briefkasten (um keine mit dem Porto für das Produkt "BüWa" hinterlegte Marke zu verwenden)
    • [Brief] mehreren Internetmarken, Einwurf in Briefkasten (wobei eine Internetmarke eine mit dem Porto für das Produkt "BüWa" hinterlegte Marke ist)


    Wer Interesse hat sich an diesem Test als Empfänger zu beteiligen, kann sich gerne per Privatnachricht bei mir melden :)

    Für Fragen stehe ich auch gerne direkt hier im Thema bereit.

    (P.S.: Den Test würde ich gerne nach dem kommenden langen Wochenende starten, um keine Feiertage dabei zu haben.)

  • Da ich leider zu Beginn dieser Woche gesehen habe, dass die Postfiliale 535 bei meiner Hochschule in Nordkirchen aktuell krankheitsbedingt nur vormittags geöffnet hat und ich zu diesen Zeiten wegen Vorlesungen keine Zeit zur Abgabe der Sendungen habe, werde ich alle Sendungen bereits heute Abend in Posifiliale 559 in Dorsten abgeben bzw. in den Briefkasten in der Nähe einwerfen. Somit sollten alle Sendungen zeitgleich morgen auf die Reise gehen.


    Alle Sendungen inkl. aller Sendungsnummern sind hier zu finden:

    Google Tabelle


    Ich werde alle Teilnehmer heute noch anschreiben, welche Sendungen ich jeweils zu ihnen schicke.

  • Die Verwendung dieser Frankaturen ist aber eigentlich gar nicht erlaubt, oder?


    Denn Mischfrankatur ist böse: Aus einer Postkarten-, und einer Kompaktbrief-Briefmarke darf man sich keine Warensendung zusammenstellen.

    Als Mischrankierung wird die Verwendung unterschiedlicher Frankierarten für die gleiche Sendung bezeichnet, dies ist nicht erlaubt.

    Frankierarten sind zum Beispiel Internetmarken, klassische Briefmarken und mobile Briefmarken (Porto-Codes).


    Mehrfachfrankierungen, also die Nutzung mehrerer Internetmarken, ist auf Grund möglicher Verzögerungen nicht erwünscht, aber nicht explizit verboten.



    (aus Häufige Fragen zur INTERNETMARKE)


    (P.S.: Das Wort "Mischfrankatur" kann auch die Verwendung mehrerer PWZ der gleichen Art bezeichnen, scheint aber durch die Verwendung der verschiedenen Begriffe "Mischfrankierung" und "Mehrfachfrankierung" durch die Deutsche Post jeweils konkretisiert zu sein.)

  • Ich hatte im Hinterkopf dass Internetmarken nicht mit anderen Internetmarken, bzw. nur mit Internetmarken-Ergänzungswerten (5 Cent u.s.w.), kombiniert werden dürfen.


    Auch in der Internetmarken AGB steht dazu bloß:


    "vertragswidrige Nutzung ... mit anderen Frankierarten, z.B. Postwertzeichen, auf einer Sendung kombiniert und eingeliefert (Verbot der Mischfrankatur)"


    Da hatte ich wohl fälschlicherweise etwas angenommen... denn eine Kombination mehrere Internetmarken scheint damit eher nicht vertragswidrig zu sein.


    Mischfrankatur scheint hier tatsächlich nur die Kombination von z.B. klassicher Briefmarke und Internetmarke zu meinen.

    Aber eine BüWa mit Internetmarken für Postkarten/Großbrief zu frankieren scheint halt schon grenzwertig. Ist die Frage ob das im großen Stil problemlos klappt.

    Wenn dann immer wieder Sendungen dabei sind, die sich deswegen verzögern ist das auch wenig hilfreich.


    Schade dass es keine 1 Cent Ergänzungsmarken gibt. Dann könnte ich mit diesen 1-Cent-Marken wohl meine BüWa-Sendungen mit einer Basis-Sendungsverfolgung ausstatten (denn 1,95er Internetmarken haben keine Basis-Sendungsverfolung).

    Mit 5 Cent ist mir das schon wieder zu teuer.

  • Einzig in diesem Beitrag auf Paketda und entsprechend verlinktem Beitrag kann ich eine Aussage finden, dass Mehrfachfrankierungen mit Internetmarken (abseits von Ergänzungsmarken) nicht erlaubt sein sollen.


    Ich habe nun nochmal auf den Seiten der Deutschen Post gestöbert und kann weiterhin nur die oben gezeigte Aussage finden, dass Mehrfachfrankierungen unerwünscht, aber eben nicht explizit verboten sind...


    Sollte jemand eine anderslautende, offizielle Quelle der Deutschen Post kennen, gerne her damit :)

  • Sendung „L“ (Großbrief 1,60€; 0,05€ Briefmarken; Briefkasten) ist bei mir am 23.05.2023 angekommen.

    Alle Briefmarken (bis auf eine) wurden im BZ 40 von Hand abgestempelt.

    Die Basis-Sendungsverfolgung ist vollständig:

    Sendung:

    D1,95BüWa 500, InternetmarkenBriefkasten

    ist heute (dem 26.05.2023) angekommen. Es gibt keinerlei Einträge in der Sendungsverfolgung:


    PS: Danke für die Fruchtgummis :)!

  • Auch bei mir ist heute die Post angekommen, sogar alle 3 auf einmal.

    Auch von mir nochmals Danke für die Haribo.


    Dabei habe ich auch drei vollkommen unterschiedliche Ergebnisse mit dem Tracking


    Testsendung

    Hier sind alle 3 Marken korrekt erfasst worden und liefern Tracking Informationen mit. Keine der Marken wurde via Stempel entwertet


    C1,95BüWa 500, Internetmarken



    Hier wurde wohl großflächig mit dem Stempel entwertet (und so wie es für mich aussieht dennoch per Hand). Dennoch weisen vereinzelte Marken Trackinginformationen auf. Und zwar immer die, wo kein oder nur undeutliche Stempelabdrücke drauf sind (A40100012D007BFECEDE, A40100012D007BFECF3D, A40100012D007BFECF08, A40100012D007BFEC3AB, A40100012D00831765E8, A40100012D008317662B). Der Blick des Zustellers war auch unbezahlbar.


    F1,95BüWa 500, klassisch



    J2Groß, Internetmarken

    Hier gab es lustigerweise weder Tracking-Informationen, noch wurden die Marken gestempelt, daher gehe Ich mal von einer Digitalen Entwertung und einem Systemfehler aus

  • Hallo. Ich habe es zwar schon per E-Mail kommuniziert aber jetzt auch hier. Gestern kam meine letzte Testsendung hier an. Damit ist auch bei mir alles vollständig.


    Sendung 1 und 2 kamen beide gleichzeitig am Dienstag 23. Mai an

    Sendung 3a am Freitag 26. Mai. Zugehörig auch Sendung3b mit den Tracking Informationen


    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen und freue mich auf die nächste Testaktion

  • Nochmal vielen Dank an die vier Testempfänger. Der Test ist damit abgeschlossen und ich habe in der Google Tabelle die Trackingdaten, soweit vorhanden, zu den insgesamt 172 Briefmarken und die jeweiligen Ankunftszeitpunkte ergänzt. Viele Beobachtungen wurden auch schon in den oben geposteten Beiträgen der Tester herausgestellt :)


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    Zu den oben in den Raum gestellten Fragen:

    • Gibt es ein Limit für die einer Sendung zugeordneten Sendungsnummern?

    Scheinbar ja, aber wo dieses eventuelle Limit liegt, lässt sich hieraus nicht beantworten. Hat eine Sendung eine sehr große Menge an gescannten Briefmarken, so werden diese nicht zusammengefasst (z.B. Sendung E). Bei weniger Scans ist dies aber der Fall (z.B. Sendung F). Mein Rekord liegt aktuell bei 10 Sendungsnummern (9 Briefmarken + Einschreiben, siehe im Hauptpost verlinkter Beitrag).

    • In welchen Bereichen auf der Sendung werden Briefmarken gescannt?

    Für Großbriefe, Maxibriefe und BüWa, die mit klassischen Briefmarken frankiert wurden, scheinen Briefmarken kreuz und quer über der Sendung gelesen zu werden, auch außerhalb der Frankierzone oben rechts. Wichtig scheint aber zu sein, dass die QR-Codes nicht durch (die nun blaue) Stempelfarbe unkenntlich werden (gutes Beispiel: Sendung K Briefmarke 42).

    • Gibt es bei BüWa einen Unterschied zwischen klassischen Briefmarken und Internetmarken?

    Ja, eindeutig. Werden BüWa mit einer 1,95€ Internetmarke frankiert, so werden Scans scheinbar nicht für den Kunden Angezeigt. Werden allerdings BüWa mit klassischen Briefmarken frankiert, so werden diese wie jede andere Sendung (z.B. Maxibrief) behandelt. Wer also Scans haben möchte, sollte zu klassischen Briefmarken greifen. (Tipp: Das Porto für eine BüWa 500 lässt sich einfach aus 1,00 + 0,85 + 2 x 0,05, für eine BüWa 1000 aus 2 x 0,7 + 0,85 bilden. Zumindest habe ich eher diese Breifmarken als 1,95er und 2,25er Marken zu Hause.)

    • Werden Internetmarken mit einem Portowert für BüWa überhaupt gescannt?

    Ersteinmal scheint es ein klares nein zu sein. Auch im FAQ der Deutschen Post heißt es, dass BüWas nicht mit der Basis-Sendungsverfolgung verfolgbar seien. Allerdings gab es im Test bei Sendung I Briefmarke 2 eine Ausnahme: Mit dieser BüWa (1,95€) Internetmarke wurde ein Maxibrief frankiert, diese Sendungsnummer erscheint im Verbund mit den zwei anderen Internetmarken in der Sendungsverfolgung. Gescannt wurde aber nur einmal.

    • Ist die Abgabestelle der Sendungen relevant für die Zuverlässigkeit der Scans?

    Egal, ob in einer Filiale eingeliefert (z.B. Sendungen C, E und K) oder in einen Briefkasten eingeworfen (z.B. Sendungen D, F und L), in beiden Fällen wurden jeweils mehrere klassische Briefmarken bzw. Internetmarken zumindest einmal gescannt. Eine klare Aussage, dass die Abgabestelle die Zuverlässigkeit der Scans beeinflusst, läasst sich hier nicht treffen.

    • Sind in einer Filiale abgegebene Briefe bzw. BüWa schneller beim Empfänger?

    Hier ist interessant, dass Sendung A (Postfiliale) vier Tage länger unterwegs war als Sendung B (Briefkasten), beide BüWa mit 1,95€ Internetmarken, allerdings Sendung E (Postfiliale) drei Tage schneller war als Sendung F (Briefkasten), beide BüWa mit 39x0,05€ klassischen Briefmarken.


    Allgemein lässt sich aber sagen, dass bei "Buntfrankierungen" (also vielen klassischen Briefmarken) die Filiale im klaren Vorteil ist (siehe auch Sendungen K und L). Das dürfte daran liegen, dass diese Sendungen direkt in der Filiale entwertet werden - und nicht erst händisch später im Sortierzentrum.


    Herausstellen möchte ich aber auch, dass in Filialen eingelieferte Sendungen mit Internetmarken im Test langsamer waren als ihre in Briefkasten eingeworfenn Äquivalente (siehe auch Sendungen C und D).


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    Weitere Erkenntnisse:

    • Portowerte können scheinbar auch durch Kombination mehreren Internetmarken problemlos zusammengesetzt werden. Ob BüWa, die nur mit Internetmaken ungleich BüWa-Portowerten frankiert wurden, aber schneller sind, lässt sich nicht sagen (vgl. Sendungen A bis D).
    • Sobald eine "BüWa"-Internetmarke im Spiel ist, scheint die Sendung auch als BüWa behandelt zu werden, auch dann, wenn es sich nicht um eine BüWa handelt und bei der Adresse auf die Anmerkung "BüWa" verzichtet wurde (vgl. Sendung H im Gegensatz zu G und Sendung J). Es sollte also auf eine Verwendung von diesen - Abseits bei echten BüWa - verzichtet werden.
    • Die Mitarbeiter in der örtlichen Postfiliale fanden die Frankierungen mit etlichen klassischen Briefmarken sehr unterhaltsam ^^

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    Wer noch Anmerkungen oder Fragen hat: Immer her damit :)

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