Zollrechner für Auslandspakete

Meine voraussichtlichen Zollgebühren*

Warenwert 28,00 Euro
Gebührensatz abgabenfrei
Zu bezahlen = 0,00 Euro*

* Alle Angaben ohne Gewähr

Wie wurde gerechnet?

Sie haben Glück! Eigentlich wird Ihr Paket mit 16% Einfuhrumsatzsteuer belegt. Das wären 4,48 Euro. Aber bei Beträgen unter 5 Euro verzichtet der Zoll auf die Erhebung. Detaillierte Infos hier auf der Website des Zolls




Tipp: Auch mit der Smartphone-App des Zolls lassen sich Einfuhrabgaben leicht ausrechnen. Suchen Sie im Appstore nach "Zoll und Post".
Zollrechner Titelbild


Was darf ich nicht importieren?

Folgende Produkte verursachen bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern Probleme und werden oft vom Zoll abgefangen:

  • Lebensmittel tierischen Ursprungs, z.B. Fleisch, Fisch, Milch. Auch Honig ist problematisch.
  • Kosmetik, die nicht der EU-Kosmetikverordnung entspricht. Es muss z.B. ein EU-Firmensitz des Herstellers auf der Verpackung stehen.
  • Produkte ohne CE-Kennzeichnung, insbesondere Spielzeug und Technik
  • Waffen und Munition. Im Ausland erhältliche Waffen können in Deutschland verboten sein (z.B. Schlagringe).
  • Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine
  • Zigaretten dürfen aus EU-Ländern nur importiert werden, wenn sie eine deutsche Steuerbanderole haben. Sonst wird Tabaksteuer fällig.

► Der Zoll schafft es nicht, sämtliche Auslandspakete zu kontrollieren. Es kann passieren, dass Sie 10 Kosmetik-Bestellungen problemlos erhalten haben und erst beim 11. Mal zufällig eine Zollkontrolle stattfindet.

Ob bei der Bestellung verbotener Produkte oder gefälschter Markenware ein Bußgeld droht, lässt sich im Voraus nicht sagen. Bei Plagiaten hängt es vom Markeninhaber ab, ob er Produktfälschungen hart verfolgt und deren Käufer beispielsweise anzeigt. Das passiert üblicherweise, wenn der Empfänger die Produkte in großer Stückzahl bestellt und danach weiterverkaufen will. Lesen Sie dazu auch: Rechtsanwalt Solmecke erklärt Rechtslage bei China-Bestellungen.



€ 6,00 Auslagepauschale von Deutsche Post DHL

Auslandssendungen, für die in Deutschland Einfuhrabgaben fällig werden, werden von Deutsche Post DHL mit zusätzlichen 6 Euro Gebühren belegt. Das ist die sogenannte Auslagepauschale.

  • Die 6 Euro werden fällig, wenn Deutsche Post DHL die Sendung zur Hausanschrift des Empfängers liefert.
  • Die 6 Euro werden nicht fällig, wenn das Paket beim örtlichen Zollamt hinterlegt wird.

Schema zur Zoll-Auslagepauschale der Deutschen Post

► Die Auslagepauschale wird nicht bei Sendungen von DHL Express erhoben. DHL Express berechnet stattdessen eine Kapitalbereitstellungsprovision für die Zollabwicklung in Höhe von mindestens € 14,88 inkl. USt.

Sonderfall EMS-Pakete: Die Versandart "EMS" ist in Deutschland kaum bekannt, weil sie hierzulande nicht angeboten wird. Im Ausland abgeschickte EMS-Pakete werden in Deutschland von DHL Express zugestellt. Hierbei wird jedoch die 6-Euro-Auslagepauschale angewendet und nicht die teurere Kapitalbereitstellungsprovision. EMS-Pakete erkennen Sie am Sendungsstatus "Sendung wurde im Import an DHL Express übergeben".

► Die Auslagenpauschale lässt sich vermeiden, indem man sich als Selbstverzoller registriert. Dann werden Pakete nicht mehr zur Hausanschrift geliefert sondern immer beim Zollamt hinterlegt. Lesen Sie mehr: Ratgeber zur Selbstverzollung.


€ 28,50 Zusatzgebühren bei der Postverzollung

Zollinhaltserklräung an einem Paket

Wird ein Paket bei einem Zollamt in der Nähe des Empfängers hinterlegt, und der Empfänger möchte oder kann das Paket dort ncht abholen, kann er es gegen Zahlung von 28,50 Euro nach Hause geliefert bekommen. Das Verfahren heißt nachträgliche Postverzollung.

Beim örtlichen Zollamt werden Pakete immer dann hinterlegt, wenn Zöllner im DHL-Paketzentrum eine Sendung nicht abfertigen konnten. Das kann z.B. passieren, wenn die Zollinhaltserklärung fehlt, unvollständig ist oder der Verdacht auf Falschangaben besteht.

Holt der Empfänger das Paket persönlich beim Zollamt ab, muss er dort einen (Paypal-) Zahlungsbeleg und eine Rechnung vorlegen, um den Warenwert nachzuweisen. Außerdem wird das Paket geöffnet, um die Ware auf Zulässigkeit zu prüfen. Bei Selbstabholung werden keine 28,50 Euro berechnet.

Beauftragt der Empfänger die nachträgliche Postverzollung für 28,50 Euro, reicht er die Rechnungs-Unterlagen per E-Mail ein. DHL erledigt dann gemeinsam mit dem Zoll die Warenprüfung und Verzollung. Anschließend wird das Paket zur Hausanschrift des Empfängers geliefert. Die Einfuhrabgaben bezahlt er per Nachnahme.

Wichtig zu wissen: Wenn die Postverzollung in Anspruch genommen wird, decken die 28,50 Euro nicht die Zollgebühren ab. Die 28,50 Euro kommen auf die Zollgebühren oben drauf.

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