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Das Unternehmen TNT

Zentrale von TNTTNT wurde im Jahr 1946 gegründet und zwar vom Australier Ken Thomas, der sein Unternehmen Thomas Nationwide Transport (TNT) nannte. Anfangs fuhr Ken Thomas mit einem einzigen Truck durch Australien. Das Besondere seiner Geschäftsidee: Er garantierte die Zustellung eiliger Pakete von einem Tag auf den anderen, weil er den Transport über Nacht erledigte.

Das Geschäftsmodell funktionierte so gut, dass TNT sein Logistiknetzwerk durch eigene Expansion und durch Zukäufe anderer Unternehmen ausbauen konnte. Seit 1969 ist TNT auch in Deutschland aktiv. Es folgten mehrere Zukäufe und Fusionen, bis schließlich 1996 die niederländische Post KPN (Koninklijke Posten Nederland) den TNT-Konzern übernahm. Seitdem befindet sich der Hauptsitz in Hoofddorp bei Amsterdam in den Niederlanden.

Das Geschäft von TNT gliedert sich in mehrere Sparten, die als eigenständige Gesellschaften am Markt auftreten (aber alle zur TNT Holding gehören). In Deutschland sind dies TNT Express, TNT Innight und TNT Post. Das Erscheinungsbild aller 3 Sparten ist nahezu identisch, weil alle Unternehmen im TNT-Konzern das orangfarbene Logo nutzen. Das Logo wurde 1998 im Zuge des Börsengangs von TNT eingeführt.

Weltweit ist TNT in mehr als 200 Ländern aktiv. Unten erhalten Sie nähere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen von TNT



Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Für das 4. Quartal 2012 vermeldete TNT einen Verlust in Höhe von 71 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2012 erwirtschaftete TNT zwar einen operativen Ertrag von 89 Millionen Euro, doch abzüglich Zinsen und Steuern verblieb ein Verlust in Höhe von 81 Millionen Euro. Grund für die finanziell schwierige Situation sei das schwache Europa-Geschäft aufgrund der Wirtschaftskrise in vielen Ländern. Außerdem mussten in Asien Abschreibungen in Millionenhöhe getätigt werden, weil sich das dortige Geschäft ebenfalls nicht den Planungen entsprechend entwickelte. Für das Geschäftsjahr 2013 rechnete man bei TNT ebenfalls mit trüben Aussichten und verordnete sich im März 2013 einen rigiden Sparkurs. Der Geschäftsführer von TNT Deuutschland, Thomas Kraus, musste seinen Posten verlassen. Kraus war zuvor 23 Jahre lang bei TNT in verschiedenen Positionen tätig. Sein Nachfolger ist Mark Fonseca, der seit 1987 für TNT ist und bereits Managementposten in den USA, Nahost und Europa inne hatte.


TNT Business Units

Der TNT Konzern ist in sogenannte Business Units unterteilt, darunter versteht man Geschäftsbereiche für unterschiedliche Märkte. Im Jahr 2007 schuf TNT eine Unternehmensstruktur mit den 6 folgenden Business Units:

  • UK/Ireland
  • Americas - Middle East - Africa
  • China
  • Australia & New Zealand
  • International
  • Western Europe

In der Business Unit "Western Europe" waren alle Expressaktivitäten der Länder Deutschland, BeNeLux, Frankreich und Italien gebündelt. Vor der Neustrukturierung 2007 waren kleinere Länder wie Österreich oder die Schweiz der Business Unit "International" zugeordnet. Größere Länder wie Deutschland oder Frankreich bildeten wiederum eigene Business Units.

Bei TNT wird jede Business Unit von einem Geschäftsführer verantwortet. Für die Geschäftseinheit Western Europe war Donald Pilz zuständig. Vor diesem Amt war er Geschäftsführer der deutschen TNT Express GmbH und der TNT Holdings (Deutschland) GmbH. Pilz wurde mit der Aufgabe betraut, seine Business Unit vor allem auf das weitere Wachstum der internationalen Geschäftstätigkeit auszurichten.

Im Jahr 2013 strukturierte TNT seine Geschäftsbereiche erneut um. Seitdem gibt es folgende Business Units mit den zugeordneten Ländern:

  • Europe Main: Benelux, France, Germany, Italy and UK & Ireland
  • Europe Other & Americas: Other European countries and Americas
  • Pacific Australia, New Zealand and Rest of Pacific
  • AMEA Asia, Middle East and Africa

Neubau der TNT-Unternehmenszentrale

Im niederländischen Hoofddorp wurde im Jahr 2010 der Neubau der TNT-Firmenzentrale fertiggestellt. Es wurde als umweltfreundliches und nachhaltiges Gebäude errichtet mit einer Fläche von 17.500 qm. Um die selbstgesteckten Energiesparziele des Neubaus zu erreichen, wurde das Atrium so gestaltet, dass es wie eine Luftpufferzone wirkt. Es sind nahezu keine Belüftungsanlagen erforderlich, da die Luftzirkulation im Gebäude von selbst sichergestellt ist. Außerdem befindet sich eine Solaranlage auf dem Dach zur Warmwasser-Erzeugung und eine Wärmepumpe zur Generierung von Wärme und Kälte.

Das Gebäude wird von der großen Atrium, wo die Büroflügel sind um ihn herum projiziert gekennzeichnet. Das Atrium dient der Reduzierung der Gebäudehülle, um so zu minimieren. Übertragungsverluste Das Atrium ist eine Pufferzone zwischen dem Büro und darüber hinaus, und vor allem durch das Einbringen von Luft Büro konditioniert. Ventilation, über Aktive Anlage des Atriums wird nur minimal über Heizung / Kühlung.

TNT Zentrale in Hoofddorp