Besser wissen, wann es ankommt

Warensendungen verschicken leicht gemacht: Was darf rein, was nicht?

Warensendung von DHL befördert

Mit einer Warensendung spart man Porto im Vergleich zu einem normalen Brief. Allerdings müssen Sie eine längere Transportdauer in Kauf nehmen, denn Warensendungen haben eine Lieferzeit zwischen 2 und 4 Tagen. Normale Briefe sind hingegen normalerweise schon am nächsten Tag beim Empfänger.

Außerdem gibt es einige Einschränkungen, weil nicht jeder Inhalt in einer Warensendung der Deutschen Post erlaubt ist. Die genauen Vorschriften und Regeln erfahren Sie in diesem Ratgeber.


Inhaltsverzeichnis

  1. Aktuelles Porto für eine Warensendung
  2. Welcher Inhalt ist als Warensendung zugelassen?
  3. Wie verpacke ich eine Warensendung?
  4. Adressierung und Beförderung
  5. Sonderrechte ab 100 Warensendungen

Aktuelles Porto für eine Warensendung

Die Warensendung der Deutschen Post gibt es in 4 Preisklassen: Kompakt, Groß, Maxi bis 5cm Dicke und Maxi bis 15cm Dicke. In allen Varianten dürfen die Briefe max. 35,3 cm lang und 30cm breit sein. Die Details (ohne Gewähr, Stand 01/2017):

  • Warensendung Kompakt, bis 50 Gramm und max. 15cm dick: € 0,90
  • Warensendung Groß, bis 500 Gramm und max. 15cm dick: € 1,90
  • Warensendung Maxi, bis 1 kg und max. 5cm dick: € 2,20
  • Warensendung Maxi, bis 1 kg und max. 15cm dick: € 2,35

Offizielle Preisliste auf der Website der Deutschen Post

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Welcher Inhalt ist als Warensendung zugelassen?

Wie es der Name schon andeutet, dürfen als Warensendung vor allem kleine Waren, Gegenstände und Produkte verschickt werden. Die maximalen Abmessungen einer Warensendung sind 35,3cm x 30cm x 15 cm bei einem Gewicht von max. 1 kg. Im besten Fall können Sie mit einer Warensendung für EUR 2,35 ein teureres Päckchen ersetzen! Die aktuelle Preisübersicht für Warensendungen finden Sie direkt hier bei der Deutschen Post oder hier bei Paketda.de. Hinweis für Gewerbetreibende: Das Porto für Warensendungen enthält keine Umsatzsteuer.

Verboten ist es, einer Warensendung Briefe, Hinweise oder sonstige individuelle Texte beizulegen. Ausgenommen davon sind Sachinformationen, wie z.B. eine Bedienungsanleitung zum Produkt. Auch eine Rechnung darf beigefügt werden, sofern sie sich auf das versandte Produkt bezieht.

Die Rechnung sollte jedoch keine Anrede enthalten, weil solche Texte laut Vorgabe der Deutschen Post unzulässig sind. Eine formlose Grußkarte oder Prospekte dürfen Sie hingegen der Warensendung beilegen, sofern diese nicht Hauptbestandteil der Warensendung sind. Für den Versand von Papierwaren, Karton oder Kalendern als Warensendung gelten ebenfalls besondere Regelungen. Sie sollten mit einem Preisschild gekennzeichnet werden, um für die Post-Kontrolle als Veraufswaren erkennbar zu sein. Waren wie Kataloge, Gutscheine, Tickets oder Gutachten sind nicht als Warensendung verschickbar.

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Wie verpacke ich eine Warensendung?

Warensendung müssen offen verschickt werden. Mit dem offenen Versand ist gemeint, dass der Umschlag zu Kontrollzwecken von Post-Mitarbeitern geöffnet und geschlossen werden kann, ohne Beschädigungen hervorzurufen. Die Lasche des Umschlags sollte also nicht fest verschlossen werden, z.B. nur adhäsiv verklebt werden oder mit Musterbeutelklammern verschlossen werden. Die Kontrolle von Warensendungen auf zulässigen Inhalt erfolgt in den Briefzentren de Post stichprobenartig. Achten Sie unbedingt darauf, dass trotz offenen Versands der Wareninhalt nicht aus dem Umschlag rutschen kann.

Wenn Sie ein Produkt verschicken, das seinerseits in einer weiteren Verpackung steckt, müssen Sie der Post die Erlaubnis zur Öffnung dieser Umverpackung erteilen (z.B. Armbanduhr in einem Schuberkarton). Falls das zutrifft, bringen Sie auf der Produktverpackung bitte folgenden Vermerk an: "Darf zu Prüfzwecken durch die Post geöffnet werden".

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Adressierung und Beförderung

Wichtig bei der Adressierung ist es, den Vermerk WARENSENDUNG oberhalb der Anschrift auf den Umschlag zu schreiben (oder zu stempeln). Dadurch wird die Sendung im Briefzentrum als Warensendung erkannt und aus dem Next-Day-Beförderungsnetz ausgeschleust. Die Weiterverarbeitung erfolgt i.d.R. erst am Mittag des folgenden Tages, wenn im Briefzentrum weniger zu tun ist. Durch die langsamere Bearbeitung ergibt sich der Preisvorteil der Warensendung gegenüber den "schnellen" Briefsendungen.

Kleine Warensendungen mit den Abmessungen bis zum Format Großbrief werden von der Deutschen Post zugestellt. Handelt es sich um größere Warensendungen, werden diese an DHL übergeben und im Frachtpostnetz bearbeitet und auch von DHL-Zustellern ausgeliefert. Die Warensendungen erhalten ein DHL-Label, das jedoch nur Routinginformationen enhtält und keine Sendungsverfolgung ermöglicht. Desweiteren erfolgt die Auslieferung von Warensendung nicht gegen Unterschrift sondern i.d.R. über Briefkasteneinwurf (sofern es die Abmessungen zulassen).

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Sonderrechte ab 100 Warensendungen

Wenn Sie als Geschäftskunde oder Vielversender mindestens 100 Warensendungen bei der Post einliefern, die alle den gleichen Inhalt haben, können die Umschläge auch verschlossen sein. Ein offener Versand entfällt, wenn Sie der Post das Einverständnis geben, dass einige Sendungen zu Prüfzwecken geöffnet werden dürfen. Oberhalb der Empfängeranschrift ist der Vermerk "Warensendung/Entgelt gepr." anzubringen. Hier auf der Post-Website finden Sie die Geschäftskunden-Hotline für weitere Infos.

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