Warensendungen verschicken leicht gemacht

Warensendung von DHL befördert

Eine Warensendung zu verschicken geht eigentlich ganz einfach, wenn Sie einige Regeln beachten. Das Porto für eine Warensendung ist günstiger als für eine normalen Brief, auf diesem Wege können Sie also Porto sparen. Allerdings müssen Sie eine längere Laufzeit in Kauf nehmen, denn Warensendungen werden zwischen 2 und 4 Tagen zugestellt, während normale Briefe i.d.R. bereits am nächsten Tag den Empfänger erreichen. Nutzen Sie Warensendungen also nur, wenn Sie zeitunkritische Produkte verschicken.

Im Folgenden beschreiben wir das Produkt Warensendung der Deutschen Post AG. Andere Paketdienste oder private Briefzusteller haben möglicherweise auch Produkte mit der Bezeichnung "Warensendung" im Angebot, das jedoch anderen Regelungen unterliegt.

Schnellüberblick: Porto für eine Warensendung

Die Warensendung der Deutschen Post gibt es in zwei Preisklassen: Kompakt und Maxi. In beiden Varianten dürfen die Briefe max. 35,3 cm lang, 30cm breit und 15cm hoch sein.

Die Warensendung Kompakt bis 50g Gewicht kostet € 0,90.
Die Warensendung Maxi bis 500g Gewicht kostet € 1,90.

Preise ohne Gewähr mit Stand 06/2014.



Was ist als Warensendung zugelassen?

Wie es der Name schon andeutet, dürfen als Warensendung vor allem kleine Waren, Gegenstände und Produkte verschickt werden. Die maximalen Abmessungen einer Warensendung sind 35,3cm x 30cm x 15 cm bei einem Gewicht von max. 0,5kg. Im besten Fall können Sie mit einer Warensendung für EUR 1,90 ein teureres Päckchen ersetzen! Die aktuelle Preisübersicht für Warensendungen finden Sie direkt hier bei der Deutschen Post oder hier bei Paketda.de. Hinweis für Gewerbetreibende: Die Entgelte für Warensendungen sind nach UStG umsatzsteuerfrei.

Verboten ist es, einer Warensendung Briefe, Hinweise oder sonstige individuelle Texte beizulegen. Ausgenommen davon sind Sachinformationen, wie z.B. eine Bedienungsanleitung zum Produkt. Auch eine Rechnung darf beigefügt werden, sofern sie sich auf das versandte Produkt bezieht. Die Rechnung sollte jedoch keine Anrede enthalten, weil solche Texte lt. Regelung der Deutschen Post unzulässig sind. Eine formlose Grußkarte oder Prospekte dürfen Sie hingegen der Warensendung beilegen, sofern diese nicht Hauptbestandteil der Warensendung sind. Für den Versand von Papierwaren, Karton oder Kalendern als Warensendung gelten ebenfalls besondere Regelungen. Sie sollten mit einem Preisschild gekennzeichnet werden, um für die Post-Kontrolle als Veraufswaren erkennbar zu sein. Waren wie Kataloge, Gutscheine, Tickets oder Gutachten sind nicht als Warensendung verschickbar.

Wie verpacken Sie eine Warensendung?

Warensendung müssen offen verschickt werden. Mit dem offenen Versand ist gemeint, dass der Umschlag zu Kontrollzwecken von Post-Mitarbeitern geöffnet und geschlossen werden kann, ohne Beschädigungen hervorzurufen. Die Lasche des Umschlags sollte also nicht fest verschlossen werden, z.B. nur adhäsiv verklebt werden oder mit Musterbeutelklammern verschlossen werden. Die Kontrolle von Warensendungen auf zulässigen Inhalt erfolgt in den Briefzentren de Post stichprobenartig. Achten Sie unbedingt darauf, dass trotz offenen Versands der Wareninhalt nicht aus dem Umschlag rutschen kann.

Wenn Sie ein Produkt verschicken, das seinerseits in einer weiteren Verpackung steckt, müssen Sie der Post die Erlaubnis zur Öffnung dieser Umverpackung erteilen (z.B. Armbanduhr in einem Schuberkarton). Falls das zutrifft, bringen Sie auf der Produktverpackung bitte folgenden Vermerk an: "Darf zu Prüfzwecken durch die Post geöffnet werden".

Adressierung und Beförderung

Wichtig bei der Adressierung ist es, den Vermerk WARENSENDUNG oberhalb der Anschrift auf den Umschlag zu schreiben (oder zu stempeln). Dadurch wird die Sendung im Briefzentrum als Warensendung erkannt und aus dem Next-Day-Beförderungsnetz ausgeschleust. Die Weiterverarbeitung erfolgt i.d.R. erst am Mittag des folgenden Tages, wenn im Briefzentrum weniger zu tun ist. Durch die langsamere Bearbeitung ergibt sich der Preisvorteil der Warensendung gegenüber den "schnellen" Briefsendungen.

Kleine Warensendungen mit den Abmessungen bis zum Format Großbrief werden von der Deutschen Post zugestellt. Handelt es sich um größere Warensendungen, werden diese an DHL übergeben und im Frachtpostnetz bearbeitet und auch von DHL-Zustellern ausgeliefert. Die Warensendungen erhalten ein DHL-Label, das jedoch nur Routinginformationen enhtält und keine Sendungsverfolgung ermöglicht. Desweiteren erfolgt die Auslieferung von Warensendung nicht gegen Unterschrift sondern i.d.R. über Briefkasteneinwurf (sofern es die Abmessungen zulassen).

Sonderrechte ab 100 Warensendungen

Wenn Sie als Geschäftskunde oder Vielversender mindestens 100 Warensendungen bei der Post einliefern, die alle den gleichen Inhalt haben, können die Umschläge auch verschlossen sein. Ein offener Versand entfällt, wenn Sie der Post das Einverständnis geben, dass einige Sendungen zu Prüfzwecken geöffnet werden dürfen. Oberhalb der Empfängeranschrift ist der Vermerk "Warensendung/Entgelt gepr." anzubringen. Hier auf der Post-Website finden Sie mehr Infos dazu.